Die jüdische Gemeinde in Hallerndorf (heute Landkreis Forchheim) bestand zwischen dem Ende des 18. Jahrhunderts und den 1880er Jahren. Sie umfasste drei bis vier jüdische Familien mit etwa 25 Mitgliedern. Eine eigene Synagoge ist deshalb auszuschließen. 1847 wird in der Zeitschrift Der Orient Hallerndorf unten den Orten aufgezählt, in denen mangels einer Synagoge nur einfache Hausandachten abgehalten wurden. Hier kommt am ehesten das Haus des Schnittwarenhändlers Feifel Katz in Betracht.
Literatur
- Gesellschaft für Familienforschung in Franken / Staatliche Archive Bayerns (Hg.): Staatsarchiv Bamberg - Die 'Judenmatrikel' 1824-1861 für Oberfranken. Nürnberg 2017. Ggfs digital: Reihe A. Digitalisierte Quellen, 2 = Staatliche Archive Bayerns, Digitale Medien 4).
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 206.
- Klaus Guth: Jüdische Landgemeinden in Oberfranken (1800–1942). Ein historisch-topographisches Handbuch. Bamberg 1988 (= Landjudentum in Oberfranken. Geschichte und Volkskultur 1), S. 395.
