Die ersten Spuren einer jüdischen Ansiedelung in Geiselwind gehen zwar in der 16. Jahrhundert zurück. Die Gemeinde dürfte aber immer nicht sehr zahlreich gewesen sein. Aussagen über das Vorhandensein einer Synagoge oder eines Betsaal sind daher nur Mutmaßungen.
Erst für das Ende des 18. oder den Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Existenz einer Synagoge bezeugt. Sie wird im Frühjahr 1850 als reparaturbedürftig beschrieben. Zu dieser Zeit stellte die jüdische Gemeinde Geiselwind, die als wenig vermögend beschrieben wurde, den Antrag, zur Finanzierung der geschätzten Umbaukosten von 428 Gulden eine "Bau-Collecte" durchführen zu dürfen. Diese Sammelaktion unter den Gemeinden des Regierungsbezirks Mittelfranken wurde genehmigt. Über das Ergebnis liegen keine Informationen vor.
Mit der Auflösung der jüdischen Gemeinde Geiselwind dürfte auch das Synagogengebäude verkauft worden sein. Der Standort der Synagoge ist unbekannt.
