Über die Geschichte der Synagoge in Dietenhofen sind wir nur unzulänglich unterrichtet. Aufgrund der Größe der Gemeinde wird schon für das 18. Jahrhundert die Existenz einer Synagoge vermutet.
Die für 1827 vermuteten Umbau- oder Neubaupläne sind ebenfalls spekulativ. Eine Einweihung der Synagoge durch Rabbiner Leopold Stein zu diesem Zeitpunkt ist auszuschließen. Leopold Stein, geboren 1810 in Burgpreppach, studierte zunächst in Fürth, dann ab 1831 in Würzburg. Von 1835 bis 1843 war er Rabbiner in Altenkunstadt und Burgkunstadt. Die Teilnahme an einer Synagogenweihe in Dietenhofen dürfte deshalb in diesen Zeitraum fallen, da Stein nach 1843 nach Frankfurt berufen wurde und dort bis zu seinem Tod 1882 tätig war.
Aufgrund der Größe des Synagogengebäudes hat es auch die Schule und die Lehrerwohnung umfasst. Über die Ausstattung liegen keine Informationen vor.
Das Gebäude (heute Rüderner Straße 30).wurde nach der Auflösung der Gemeinde verkauft und wird als Wohnhaus genutzt.
Literatur
- Schwierz, Israel: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern, 2. Aufl. München 1992, S. 157
