geb. 23.09.1878, Kitzingen
gest. 1957, New York City/Queens
Wirkungsort: Kitzingen | München | New York
Sigmund Eberhardt übernahm als ältester Sohn von seinem Vater Lazarus Eberhardt (1849-1902) die Münchner Spirituosenfabrik "L. Eberhardt". Er konnte die Produktpalette erweitern und erkannte bereits früh den Nutzen von Werbung. Eberhardt beauftragte den bekannten bayerischen Grafiker Paul Neu (1881-1940) vor der Bayerischen Gewerbeschau 1912 mit der Gestaltung von Werbemarken und Werbekarten. Unter seiner Ägide wurde die Destillerie weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bekannt und konnte sich auch in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg behaupten. Auf Druck der NS-Machthaber musste Eberhardt seine Firma 1939 verkaufen und die ganze Familie emigrierte in die USA. Nach 1945 bekam er sein Unternehmen zurückerstattet, verkaufte es jedoch schon 1957 und kehrte in die USA zurück. Die Marke "Eberhardt Gebirgsenzian" gehört heute der Enzianbrennerei Grassl in Berchtesgaden. Sigmund Eberhardt war mit Gretchen geb. Fleischmann verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.