geb. 09.01.1864, Tarnow (Galizien)
gest. 14.08.1944, Theresienstadt
Wirkungsort: Nürnberg | Bad Kissingen
Nach seinem Studium ließ sich Dr. Philipp (Pinchas) Münz als Allgemeinmediziner in Nürnberg nieder und betreute in den Sommermonaten die Kurgäste von Bad Kissingen. 1903 öffnete er dort eine Arztpraxis und eine eigene Kurpension. Auf seine Initiative hin wurde 1905 eine Israelitische Kinderheilstätte gegründet, die jedoch Kinder aller Konfessionen behandelte. 1919 kam ein Kurheim für berufstätige Jüdinnen und 1927 ein Israelitisches Kurhospiz für Erwachsene hinzu. Dr. Münz publizierte Fachbücher und war sozial engagiert. 1944 verlor er in der Shoah sein Leben. Mit seiner Frau Martha geb. Sauerbach hatte er zwei Söhne; der jüngere Dr. Heinrich Münz (1900-1975) wirkte in den USA als Zahnarzt und wissenschaftlicher Autor.