Wäre Max Mannheimers Leben ein Theaterstück, bestünde es aus vier Akten: Die Kindheit und Jugend in Neutitschein, stellvertretend für das Leben osteuropäischer Kulturdeutscher mosaischen Glaubens. Es folgte die Zeit als entrechteter „Untermensch“ und Häftling in den Konzentrationslagern, als Beispiel für Ausgrenzung und Vernichtung. Dann der Neuanfang als deutscher Bürger in der Nachkriegszeit und schließlich die letzte Lebensphase, in der er unermüdlich als Zeitzeuge tätig war und zum öffentlichen Max Mannheimer wurde.
GND: 119495090
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