geb. 01.06.1873, Großlangheim
gest. 1956, San Francisco
Wirkungsort: Kitzingen | Bingen am Rhein | San Francisco
Max Fromm wuchs als Sohn einer jüdischen Weinhändlerfamilie im Landkreis Kitzingen auf und entwickelte ein besonderes Talent als Kaufmann und Weinkenner. Nach Übernahme der elterlichen Firma stieg er zum erfolgreichen, weit über Kitzingen hinaus bekannten Weinhändler auf. Die Weingroßhandlung Fromm wurde 1911 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt und konnte ihren Umsatz erheblich steigern. In den 1920er Jahren sorgten Großabnehmer wie Mitropa (Speisewagen) und der Deutsche Lloyd (Schiffslinie), sowie steigenden Auslandsexporte für starke Gewinne. Als größter Arbeitgeber Kitzingens war Max Fromm bei seinen Angestellten aufgrund seiner Fairness und sozialen Einstellung sehr beliebt. Auch als tatkräftiger Politiker und Mäzen machte er sich in der Stadt einen Namen. 1936 musste er vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach London fliehen. Ab 1941 bis zu seinem Tod 1956 wirkte er in San Francisco bei seinem Sohn Alfred am Aufbau der neuen amerikanischen Weingroßhandlung "Fromm & Sichel" mit.