Jüdisches Leben
in Bayern

Maria Mühlfelder (geb. Fels) Mäzenin

geb. 13.06.1887, Würzburg
gest. 1942, Sobibor (Lublin)

Wirkungsort: Würzburg

Maria Mühlfelder wuchs in Würzburg in der Weinhändlerfamilie Josef und Nanny Fels auf. Ab 1911 lebte sie in Meiningen und Berlin. Ihre Ehemann, der Lederwarenfabrikant Gottfried Mühlfelder, fiel im November 1914 als deutscher Soldat. 1915 kehrte Maria Mühlfelder mit ihrer Tochter Hertha ins Elternhaus Bismarckstraße 11 zurück und lebte dort mit ihrer ebenfalls verwitweten Mutter. Nach deren Tod 1926 führte sie mit ihrer ledigen älteren Schwester Elsa Fels einen gemeinsamen Haushalt. Gemeinsam engagierten sie sich im Jüdischen Kulturbund Würzburg, einem Ableger des Kulturbunds Deutscher Juden. In der NS-Herrschaft wurden Antiquitäten aus dem Familienbesitz für das Museum für Franken (ehem. Mainfränkisches Museum) beschlagnahmt. Im August 1941 mussten die Schwestern ihre Wohnung räumen und in eine Sammelunterkunft ziehen. Die unter dem Druck psychisch erkrankte Maria Mühlfelder kam im März 1942 in die Jüdische Heil- und Pflegeanstalt Sayn bei Koblenz und wurde im Juni von dort ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie ums Leben kam.

(Naomi Teveth)

GND: nicht verfügbar
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