Jacob Green(e)baum stammte aus der bayerischen Rheinpfalz (Geburtsort unbekannt). Im Alter von 20 Jahren emigrierte er 1851 nach Kalifornien und ließ sich zunächst in Sacramento nieder. In Philadelphia heiratete er 1856 Elisabeth Mayer aus Savannah, Georgia. Aus der Ehe gingen vier Töchter hervor. Im Jahr 1860 zog Familie Greenbaum nach San Francisco, wo Jacob als Partner bei "H. Cohn & Co." einstieg, Großimporteur von Kleidung und Hüten. Später wechselte er als Teilhaber in den Wertpapierhandel "Greenbaum, Helbing & Co." Er wurde 1863 Direktor der bayerisch geprägten Reformgemeinde "Congregation Emanu-El" und übte dieses Amt über 42 Jahre bis 1905 aus. Zeitweise war er auch deren Barnoss (engl. president). Jacob Greenbaum engagierte sich in verschiedenen philanthropischen Organisationen und spielte eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des jüdischen Lebens von Nordkalifornien. Er war erster Großpräsident des 4. Distrikts der International Order of B’nai B’rith und Mitglied der Odd Fellows – sozial aktive, mit den Freimaurern verwandte Organisationen. (Patrick Charell)
Jüdisches Leben
in Bayern
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