geb. 1883, Konin
gest. 1941, Warschau
Wirkungsort: Nürnberg
Nach einer regulären Schulausbildung machte Isaak Bulka in Posen (damals Ostpreußen) eine Ausbildung zum Bibliothekar. Ab 1915 war er als Buchbinder in Nürnberg tätig und eröffnete hier im Jahr 1919 eine eigene Buchhandlung in der Klaragasse 11. Von 1922 bis mindestens 1930 trat er zudem als Verleger hebräischer Druckwerke in Erscheinung, u.a. von Max Freudenthals "Die Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg 1874-1924" sowie den "Israelitischen Nürnberger Kalender". Nach der NS-Machtübernahme 1933 wurde er durch Boykottaufrufe und die staatlich legitimierte, immer weiter zuspitzenden Diskriminierungen aus dem Geschäft gedrängt. 1938 folgte seine Abschiebung nach Polen, 1941 starb er im Warschauer Ghetto.