geb. 21.11.1908, Plauen
gest. 25.11.1957, Traverse City, MI
Wirkungsort: Landshut | München | Sun Valley u.a. (USA)
Hans Sigmund Teichner kam im sächsischen Plauen zur Welt, wuchs aber in Landshut auf. Er war ein talentierter Skifahrer und bis zu seinem Ausschluss durch die Nationalsozialisten acht Jahre lang Mitglied in der deutschen Skimannschaft. Als erster jüdischer Landshuter emigrierte er aus Deutschland und arbeitete von 1933 bis 1937 als Trainer der Spanischen Nationalmannschaft. Nach dem Sieg Francos ging er in die USA- Von 1938 bis 1941 war er ein führender Skilehrer in Sun Valley. Er erhielt als Auszeichnung den "Diamond Sun", den nur eine Handvoll Skifahrer weltweit innehatte. Vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg wurde Teichner Mitglied der berühmten 10. Gebirgsdivision und fungierte als einer der ersten Ski- und Bergsteigerlehrer. Er wurde zum Leutnant befördert und diente im militärischen Nachrichtendienst bis zum Ende des Krieges. Seit 1945 war er mit Mariam geb. Greene (1915.1992) verheiratet. Die Kleinstadt Aspen verdankt ihren Ruhm als Wintersportressort im Wesentlichen Hans Teichner. Er erarbeitete ein Ausbildungsprogramm für Skilehrer und legte es der United States Ski Association vor. Durch seine Zusammenarbeit mit Ausschuss für Sporterziehung des Staates Michigan war Hans Teichner maßgeblich daran beteiligt, den Skisport als anerkannte Wettkampfsportart zu etablieren. Für seine zahllosen großen und kleinen Verdienste um den Wintersport wurde Hans Sigmund Teichner 1967, zehn Jahre nach seinem Tod, in die Ehrenhalle (Hall of Fame) des US Ski und Snowboard-Verbands aufgenommen. Eine jährliche Meisterschaft trägt seinen Namen, ebenso eine Abfahrt in Sun Valley (Pepis Run). Er ruht auf dem Beechwood Cemetery in Leland.