Gabriel Löwenstein stammte aus einer armen jüdischen Familie und wurde Weber. Er engagierte sich in der Revolution von 1848/49 in Fürth und stieg später zum Besitzer einer Bortenfabrik auf. 1863 trat er dem liberal-demokratischen Arbeiterverein bei, spaltete sich 1868 ab und gründete den Arbeiterverein "Zukunft". 1869 war er Mitbegründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Er war kommunalpolitisch aktiv und kam wegen des Bismarck'schen Sozialistengesetzes in Haft. Nach einer vorübergehenden Emigration in die USA kehrte er nach Bayern zurück. Er arbeitete als Redakteur in dem von ihm mitgegründeten "Fürther Demokratischen Wochenblatt" und später in der daraus hervorgegangenen "Fränkischen Tagespost". Von 1893 bis 1905 saß er als SPD-Abgeordneter im Landtag. Eine Straße in Fürth ist nach ihm benannt.
Jüdisches Leben
in Bayern
in Bayern
Gabriel Löwenstein Fabrikant und Politiker, Mitgründer der SPD
GND: 133560317
Zum Eintrag in den Biografien