Franz Kafka gilt als einer der einflussreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Er entstammte einer deutsch-jüdischen, weitgehend assimilierten Familie und wuchs in der bürgerlichen Gesellschaft von Prag auf. Nach seinem Jurastudium arbeitete er als Gutachter für eine Versicherungsgesellschaft – ein "Brotberuf", wie Kafka es selbst ausdrückte. In seiner Freizeit schrieb er eine Vielzahl von Erzählungen, die oft Gefühle der Entfremdung und Isolation thematisieren. Seine bekanntesten Werke sind "Die Verwandlung" (1915), "Der Prozess" (posthum 1925) und "Das Schloss" (posthum 1926). Seine Beziehung zu München ist lose, aber biographisch relevant: Im Jahr 1903 hatte Kafka einen Wechsel an die Ludwig-Maximilians-Universität München erwogen. Er hielt sich 1908, 1912, 1913 und 1920/1921 in der Landeshauptstadt auf, außerdem erschienen in der Münchner Literaturzeitschrift "Hyperion" seine frühesten Veröffentlichungen. In der Galerie Goltz am Odeonsplatz hielt Franz Kafka eine von nur zwei öffentlichen Lesungen in seinem Leben.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Franz (Anschel) Kafka Schriftsteller und Poet
GND: 118559230
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