geb. 02.12.1893, München
gest. 18.04.1990, Wien
Wirkungsort: München
Emil Karl Männer, Sohn eines Lithografen, absolvierte nach seiner Schulzeit am Maximiliansgymnasium vermutlich eine Banklehre und arbeitete als Bankbeamter. Während der Münchner Räterepublik leitete er den "Revolutionären Bankrat für Bayern" und war als "Volksbeauftragter für das Finanzwesen" tätig. Später trat er aufgrund von Differenzen mit anderen Führungspersonen von seinen Ämtern zurück. Nach der Niederschlagung der Räterepublik wurde er verhaftet, entkam jedoch und floh nach Wien. In den 1920er Jahren war er am Puppentheater "Der Gong" beteiligt. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Männer als Grafiker und gründete 1954/1955 den Faksimile-Verlag "Editio Totius Mundi", der heute unter dem Namen "Erika Grünauer Gesellschaft m.b.H. & Co. KG editio totius mundi – Kunstverlag" existiert. Ein Teil seines grafischen Nachlasses wurde 2011 von der Österreichischen Nationalbibliothek erworben.