Jüdisches Leben
in Bayern

Emil Hopf Hopfenhändler und Philanthrop, Stifter des Mfr-Blindenheims

geb. 27.10.1860, Nürnberg
gest. 07.11.1920, Nürnberg

Wirkungsort: Nürnberg

Emil Hopf entstammte einer erfolgreichen jüdischen Hopfenhändlerfamilie aus Nürnberg. Emil wurde 1890 Teilhaber des Familienunternehmens und ließ eine repräsentative Villa errichten (Blumenstraße 17), die im Januar 1895 von der Familie bezogen wurde – heute die "Kunstvilla" und ein Kunstmuseum der Stadt Nürnberg. Er engagierte sich für soziale und kulturelle Zwecke, war Mitglied der Naturhistorischen Gesellschaft, unterstützte den Bau des das Germanische Nationalmuseum, für das er auch eine kunstgewerbliche Arbeit stiftete, und beteiligte sich an der Organisation des Ersten Internationalen Kongresses für Schulhygiene. Ein wichtiger Teil von Emil Hopfs Lebenswerk war die Gründung der "Stiftung Mittelfränkisches Blindenheim", die sich sein Vater Joseph Hopf (1829-1907) in seinem Testament gewünscht hatte. Für sie ließ Emil Hopf im Jahr 1911 an der Wetzendorfer Straße ein modernes Gebäude errichten. Die Stiftung existiert noch heute. Aus der Ehe mit Elisabeth (Lili) geb. Jospehthal (1870-1932) gingen zwei Söhne hervor: der spätere US-Amerikanische Jurist Dr. Alfred Hopf (1893-1990) und Kurt Emil Hopf (1896-1942), der in Frankfurt Selbstmord beging.

GND: nicht verfügbar
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