Jüdisches Leben
in Bayern

Emil Guggenheimer Jurist und Industrieller

geb. 21.01.1860, München
gest. 27.06.1925, Berlin

Wirkungsort: München | Berlin

Emil Guggenheimer studierte Jura in Würzburg, Leipzig und München und legte 1885 die zweite juristische Staatsprüfung ab. Er machte in München eine vielversprechende Karriere, bis seine Ehe 1901 geschieden und er Ziel antisemitischer Medienkampagnen wurde. Wegen eines illegalen Duells büßte Guggenheimer eine Haftstrafe in Passau ab und schied 1903 freiwillig aus dem Staatsdienst aus. Dr. Guggenheimer trat unmittelbar darauf als Syndikus bei der „Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg“ (MAN) ein und wurde dort 1907 Vorstandsmitglied. In den nächsten Jahren machte er sich als Kunstsammler einen Namen. 1916 zog er aus beruflichen Gründen nach Berlin. Von 1921 an war er "Reichskommissar für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete Deutschlands" und ehrenamtlicher Präsident der Reichsrücklieferungskommission. Als Vorstandsmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie verfolgte er einen anti-sozialistischen Kurs und starb mit 65 Jahren an einem Herzleiden.

GND: 13343690X
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