geb. 13.02.1469, Ipsheim a. d. Aisch
gest. 28.01.1549 (?), Venedig
Wirkungsort: Neustadt a. d. Aisch | Venedig
Elijah ben Asher ha-Levi Aschkenasi war ein bedeutender Gelehrter, der als erster Jude die hebräische Sprache an christliche Humanisten vermittelte und unterrichtete. Sein Grammatikbuch "Sefer ha-Bachur" erschien erstmals 1518 in Rom mit einer Widmung an seinen Freund und Schüler, den Kardinal Aegidius de Viterbo OESA (um 1469-1532). Er entstammte einer angesehenen Rabbinerfamilie und war nicht zuletzt wegen der antijüdischen Politik im Fürstentum Brandenburg-Ansbach über die Alpen nach Italien gezogen. Die alltägliche Auseinandersetzung mit humanistischen Ideen schlugen sich in Levitas Erforschung von Lexikographie und Grammatik nieder. Er führte beide Traditionen zusammen und konnte auch theologische Grundsätze objektiv hinterfragen, was ihn zu einem frühen Stammvater der jüdischen Aufklärung (hebr. Haskala) macht. Durch diese und viele andere Arbeiten, wie seine Grammatik "Buch des Erwählten" (hebr. Sefer ha-Bachur) hat sich Elijah Levita einen Ehrenplatz in der Geschichte der Bibelforschung erworben.