geb. 25.03.1910, Floß
gest. 16.09.2002, Barrytown, NY
Wirkungsort: Weiden | München | Shanghai | New York
David Ludwig Bloch verlor als Kleinkind aufgrund einer Hirnhautentzündung sein Gehör. Nach der Schulzeit in Gehörlosenschulen machte er 1925-1930 eine Ausbildung zum Porzellanmalern und wurde als Musterzeichner bei der Porzellanfabrik Bauscher in Weiden angestellt. In der Weltwirtschaftskrise 1932-1934 verlor er seine Stellung und begann an der Staatlichen Akademie für angewandte Kunst in München ein Studium, das er 1938 aufgrund der NS-Rassenpolitik abbrechen musste. Bis zu seiner Emigration nach Shanghai im Jahr 1940 arbeitete er in München. 1949 emigrierte er mit seiner (ebenfalls gehörlosen) Frau Lilly Cheng Disiu (1916-1987) in die USA. 1976 besuchte er zum ersten Mal wieder Deutschland – in der Folge begann eine intensive künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, die er bis zu seinem Tod fortführte.