geb. 24.6.1866, Frankfurt am Main
gest. 16.2.1938, Augsburg
Wirkungsort: Augsburg
Clementine Dann entstammte einer alteingesessenen jüdischen Familie aus Frankfurt am Main. Im Jahr 1889 heiratete sie den Unternehmer Sigmund Heymann (1848-1905) und ging mit ihm nach Augsburg, wo er einen Großhandel für Schneiderartikel, später für Futterstoffe betrieb (Mittlerer Graben 28). Im Jahr 1897 trat ihr Bruder Albert Dann als Teilhaber in die Firma ihres Mannes ein, die er nach dessen Tod übernahm und erweiterte. Clementine Heymann widmete sich von da an verstärkt sozialen Aufgaben. Auf ihre Initiative gehen u. a die "Brockensammlung" (Sozialkaufhaus mit Gebrauchtwaren) und die "Hauspflege" (Unterstützung von Familien bei Erkrankung der Mutter) zurück; der ebenfalls von ihr initiierte "Nähsaal" stellte im Ersten Weltkrieg Wäsche, Socken und Militärkleidung her. Außerdem gründete sie den Jüdischen Frauenvereins, dessen Vorsitzende sie viele Jahre war. Für ihr soziales Engagement wurde sie mit dem König-Ludwig-Kreuz und dem Ehrenzeichen vom Deutschen Roten Kreuz ausgezeichnet. Seit 2005 trägt die Clementine-Heymann-Straße in Augsburg-Hammerschmiede ihren Namen.