Nach dem Abitur in Augsburg wanderte Benedict Feigenbaum im Jahr 1853 nach Amerika aus. Zunächst lebte er in New York und ging im Nachklang des Goldrausches nach Kalifornien (er wurde 1855 in San Francisco aktenkundig). Nur ein Jahr später – mit knapp 23 Jahren – arbeitete er als Teilhaber eines gut gehenden Warenhauses in der Stadt Eureka. Als er 1866 Hannah Löwenthal aus Frankfurt a.M. ehelichte, war dies die erste zelebrierte Hochzeit im "Sutter Street Temple", der 1866 eingeweihten Synagoge der bayerisch geprägten Reformgemeinde "Congregation Emanu-El". Im Jahr 1869 siedelte die Familie dauerhaft nach San Francisco über, wo Benedict Feigenbaum gemeinsam mit seinem Bruder Joseph und dem Geschäftspartner Louis Schwartzchild die "California Notion & Toy Company" gründete, lange Zeit größter Spielwarenhersteller an der amerikanischen Westküste. In seinem Nachruf wird Feigenbaum als angesehenes Mitglied der Gemeinde Emanu-El gewürdigt, er war außerdem hochrangiger Freimaurer und zeitweise Schatzmeister der Republikanischen Partei in Kalifornien. (Patrick Charell)
Jüdisches Leben
in Bayern
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Benedict Feigenbaum Kaufmann, Produzent von Spielwaren in Kalifornien
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