geb. 13.08.1867, Aachen
gest. 23.12.1949, Bad Wiessee
Wirkungsort: Erlangen | Leverkusen | Obersalzberg
Die Geschichte von Arthur Eichengrün begann in einer Zeit, in der es noch kein Deutsches Reich gab, in der die deutsche Chemieindustrie in ihren Kinderschuhen steckte und in der der Antisemitismus immer mehr um sich griff. Anfeindungen, Unsicherheiten, aber auch ein lebendiger Erfindergeist sollten Eichengrün sein gesamtes Leben begleiten. 1890 promovierte er an der Universität Erlangen. Der Chemiker und Unternehmer Arthur Eichengrün entwickelte mit seiner Firma "Cellon-Laboratorium" in Berlin den Kunststoff Cellon. Ob er auch den Wirkstoff im Schmerzmittel Aspirin erfunden hat, bleibt unter Experten umstritten. Durch seinen Erfolg konnte Eichengrün mit seiner Familie die Sommermonate auf dem Obersalzberg verbringen – in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hitler. Er überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt und lebte bis 1949 in Bad Wiessee. Dr. Eichengrün war dreimal verheiratet und hatte insgesamt sechs Kinder.