Jüdisches Leben
in Bayern

Alfred Schwarzschild Maler und Grafiker

geb. 1847, Frankfurt a.M.
gest. 19.08.1948, London

Wirkungsort: München

Alfred Schwarzschild wurde als zweites Kind einer wohlhabenden jüdischen Familie in Frankfurt geboren. Von 1890 bis 1892 studierte er bei Prof. Anton Burger in Kronberg, anschließend an der Kunstakademie Karlsruhe und bei Prof. Wilhelm von Diez in München. Während des Ersten Weltkriegs 1914–1918 war er als Beobachter im Fliegerkorps tätig, wofür er mit dem Eisernen Kreuz (2. Klasse) ausgezeichnet wurde. 1924 heiratete Alfred Theodora Luttner, mit der er drei Töchter hatte. Die Familie zog nach München, wo er ein Künstleratelier in der Mauerkircherstraße einrichtete. Besonders bekannt wurden seine Gemälde und Postkartenmotive mit romantisch überhöhten Szenen aus dem Oktberfest und dem allegorischen Münchner Kindl. Mit der NS-Machtübernahme 1933 hatte Schwarzschild zunehmend Schwierigkeiten, als Künstler zu arbeiten. Bis 1938 waren er und seine Familie sicher nach Großbritannien geflohen. In London verbrachte er seinen Lebensabend.

GND: 131740296
Zum Eintrag in den Biografien