Jüdisches Leben
in Bayern

Alex Hochhäuser Fotograf und Journalist

geb. 18.05.1912, Breslau (Wrocław)
gest. 15.02.2004, München

Wirkungsort: Tel Aviv | Žilina, Prag u.a. | München

Alex Hochhäuser begann seine sportliche Laufbahn in den 1920er Jahren. Zwischen 1931 und 1933 sammelte Hochhäuser erste journalistische Erfahrungen und lernte autodidaktisch den Umgang mit der Kamera, um Fotoreporter zu werden. Als Mitglied des zionistischen Sportvereins "Bar Kochba" gewann er 1933 die Reichsjugendmeisterschaft im Turnen. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde er öffentlich angegriffen und emigirerte daraufhin nach Prag. Er setzte seine sportliche Karriere fort und arbeitete zusätzlich als Trainer und technischer Berater für den internationalen jüdischen Sportverband Makkabi. Nach einem Aufenthalt in Tel Aviv kehrte Hochhäuser 1936 in die Tschechoslowakei zurück. 1938 errang er in Budapest einen Sieg im Turnen am Pauschenpferd. Ab 1939 wurde Hochhäuser von den deutschen Besatzern zur Zwangsarbeit verpflichtet. 1942 gelang ihm die Flucht aus dem Sammellager Žilina und er überlebte die NS-Diktatur im Untergrund. Nach dem Krieg kam er als DP nach München, wo er am Wiederaufbau der jüdischen Sportbewegung mitwirkte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Fotograf für das American Joint Distribution Committee. Von 1951 bis 1954 lebte er mit seiner Frau Marga in Kanada, wo Sohn Michael zur Welt kam. Die Biografie von Alex Hochhäuser ist in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums München dokumentiert.

GND: 920618596
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