In Schnaittach steht in einem Wäldchen gegenüber dem Friedhof ein um 1924 eingeweihtes Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die parkähnliche Anlage am Ortsrand wird auch "Kalvarienberg" genannt. Eine Gedenktafel der jüdischen Gemeinde war bis 1938 in der Synagoge angebracht. Sie wurde beim Umbau des Gebäudes in ein Heimatmuseum hinter dem früheren Aron Hakodesch eingemauert und erst 1991 wieder entdeckt. Seit der Eröffnung der Außenstelle des Jüdischen Museums Franken in der einstigen Synagoge ist diese jüdische Gedenktafel wieder der Allgemeinheit zugänglich.
Unter der Skulptur zweier Soldaten, der Widmung: DER MARKT SCHNAITTACH SEINEN HELDEN 1914 + 1918
und der Überschrift: Aus der Marktgemeinde Schnaittach starben für’s Vaterland
sind darauf auch die Namen der folgenden jüdischen deutschen Gefallenen aufgeführt:
KRÄMER JAKOB,
Vizefw., gef. 9.5.15, Bukow
PRAGER MORITZ,
Inf., gef. 11.11.16, Siebenbürgen
VETSBURG JUL., Inf., gef. 24.10.15, Ripont.
In der Außenstelle des Jüdischen Museums Franken befindet sich eine Gedenktafel der IKG Schnaittach aus schwarzem Marmor (113 x 67,5 cm). Das in Anlehnung an die beiden Gebotstafeln mit zwei Bögen abgeschlossene Denkmal trägt unter jedem der beiden Bögen einen Davidstern mit Eichenlaub, darunter die deutsche Inschrift:
Zur ewigen Erinnerung an die im Weltkrieg 1914/18 auf dem Felde der Ehre gefallenen Söhne der israelitischen Gemeinde Schnaittach.
Unter dieser Widmung stehen in deutscher und darunter in hebräischer Schrift die Namen von
Moritz Prager
Inf. b. bay. 23. R. 12. K.
geb. 16.3.1882
gef. 12.11.1915 b. Belbor i.d. Karpathen
Julius Vetsburg
Inf. b. bay. 21. R. 8. K.
geb. 15.4.1887
gef. 24.10.1915 b. Ripont i.d. Champ.
Jakob Krämer
Inf. b. bay. 13. Res.R.
geb. 5.2.1892
gef. 10.5.1915 b. Bukow i. Russland.
Unter den Namen befindet sich die Darstellung eines auf einem lorbeergeschmückten Schwert ruhenden Löwen.
Bilder
Adresse / Wegbeschreibung
Erlanger Straße / Museumsgasse 12-16 (Museum), 91220 Schnaittach
