In der im Oktober 1996 als „Stätte der Begegnung und Erinnerung" neu eröffneten „Alten Synagoge" ist die Gedenktafel für die Kriegsteilnehmer und die Gefallenen der vernichteten jüdischen Gemeinde Binswangen zu sehen, die lange Zeit versteckt war und so die Verwüstung und Schändung der Synagoge sowie die Vertreibung und Ermordung ihrer Mitglieder überdauert hat.
Unter einem Davidstern und der Inschrift DEN HELDENTOD FÜR’S VATERLAND STARBEN IM WELTKRIEGE 1914/18 sind die Namen und weiterführende Angaben der Gefallenen verewigt:
NEUBURGER HERMANN
B. 6. FÜSS ART.RGT. 8 BATT. AM 1.5.1918 IM KRIEGS-LAZ. KÖLN A.RH.
STRAUSS MARTIN
U.OFFZ. B. 10. BAYR.RES.INFT.RGT. 2. KP. AM 7.9.1918 IN FRANKREICH
BAUER LUDWIG
B. 20. BAYR.RES.INFT.RGT. 5. KP.AM 14.10.1918 IN FRANKREICH
Darunter ist zu lesen:
ALS FRONTKRIEGER
NAHMEN FERNER TEIL:
METZGER KARL
METZGER JUSTIN
MÜLLER LEO
MÜLLER BERNHARD
NEUBURGER ADOLF
STRAUSS ARTUR
STRAUSS SIEGFRIED
STRAUSS BERTHOLD
SCHWARZ HUGO
SCHWARZ RUDOLF
LUCHS EUGEN
LEITER SAMUEL.
Das kommunale Kriegerdenkmal für die Gefallenen beider Weltkriege befindet sich in Binswangen auf dem Friedhof links vor der Friedhofskapelle. In der Mitte der Gedenkanlage steht ein hölzernes geschnitztes Denkmal mit der Figur von St. Georg an der Spitze, und der Inschrift IN TREUE FEST, zwei Wappen, der Widmung GEWIDMET DEN TAPFEREN HELDEN DER GEMEINDE, einer Lampe und dem weiteren Spruch GOTT MIT UNS darunter. Links und rechts von diesem Denkmal stehen je zwei große Holztafeln, auf denen sich ovale Metallplättchen befinden, die Dienstgrad, Name, Truppenteil, Todestag und -land der Gefallenen aus den beiden Weltkriegen angeben. Auf den beiden Holztafeln wurden auf je einem Metallplättchen auch die drei jüdischen deutschen Soldaten wie folgt verewigt:
Inftr. Bauer Ludwig
20. Res.Inf.Rgt.gef. 14.10.18 i. Belgien
Uffz. Strauss Martin
2. Res.Inf.Rgt. gef. 6.9.18 i. Frankreich
Neuburger Hermann
gest. 1.5.18 Feldlazarett Köln
Bilder
Adresse / Wegbeschreibung
Judengasse 3 (Syn.) / Friedhofstraße 7 (Frhf.), 86637 Binswangen
