Jüdisches Leben
in Bayern

Neustadt an der Waldnaab Gemeinde

In Neustadt bestand vom 14. Jahrhundert bis 1684 eine jüdische Gemeinde. Der Ort gehörte seit dem 14. Jahrhundert zur böhmischen Krone und ab 1515 Heinrich von Guttenstein. Wohnungen von jüdischen Familien werden seit 1397 im Bereich der Freyung vermutet. Urkundlich nachgewiesen sind auch jüdische Familien 1514 und 1515.

Zu ihren Einrichtungen (erhalten ist noch das Gebäude der Jeschiwa im Haus Freyung 23 und das Gebäude der Mikwe Freyung 25) gehörte auch ein Friedhof, der 1621 urkundlich genannt ist. Dieser befand sich hinter der südlichen Häuserzeile der Freyung. Heute befinden sich hier Gärten. Südlich davon gibt es noch den Straßennamen "Judengraben". Es ist noch ein Grabstein des Friedhofes aus dem Jahr 1648 im Museum der Gemeinde vorhanden.

Bilder

Literatur

  • Germania Judaica. Bd. III. 2. Teilband, hrsg. i.A. der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums von M. Brann ... ; hrsg. von Ayre Maimon, Tübingen 1995, S. 963
  • Schwierz, Israel: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern, 2. Aufl. München 1992