In "Neumarkt an der Rott", wie der Ort bis 1935 offiziell hieß, existierte eine hochmittelalterliche Gemeinde. Fast nichts ist überliefert, außer dass sie 1338 in der Pogromwelle, die von Deggendorf und Straubing ausging, vollständig ausgelöscht wurde. Erst ab 1861 lebten mit der neu gewonnenen Freizügigkeit einige wenige jüdische Personen in Neumarkt. An die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert ein KZ-Friedhof und Gedenkstätte, auf der 392 jüdische Opfer der Arbeits- und Konzentrationslager ruhen.
Bevölkerung 1910
Literatur
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 329.
- K. statistisches Landesamt: Gemeindeverzeichnis für das Königreich Bayern. Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand von 1911. München 1911 (= Hefte zur Statistik des Königreichs Bayern 84), S. 25.
