Nach Angaben von Israel Schwierz (*1943) existierte möglicherweise eine mittelalterliche jüdische Gemeinde, über deren Bestehen jedoch nichts bekannt ist. Zumindest lässt darauf eine "Judengasse" am südwestlichen Rand der Stadtbefestigung schließen, die noch in der kartografischen Uraufnahme der 1830er Jahre diesen Namen trug und erst 1959 in "Kellnergasse" umbenannt wurde. Mit der neu gewonnenen Freizügigkeit zogen ab 1861 nur wenige jüdische Familien und Einzelpersonen nach Furth im Wald, die weder eine Gemeinde (Kehillah) gründeten noch im Alltag der Stadt Spuren hinterlassen haben.
Bevölkerung 1910
Literatur
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 287.
- K. statistisches Landesamt: Gemeindeverzeichnis für das Königreich Bayern. Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand von 1911. München 1911 (= Hefte zur Statistik des Königreichs Bayern 84), S. 108.
