Jüdisches Leben
in Bayern

Feldafing Gemeinde

Vom Mai 1945 bis März 1953 gab es auf dem Gelände der ehemaligen Reichsschule der NSDAP ein jüdisches Camp (DP-Camp Feldafing), in dem befreite KZ-Opfer lebten, die auf ihre Auswanderung nach Israel oder in andere Länder warteten. Es handelte sich mit gleichzeitig bis zu 5.000 Personen um das größte DP-Lager der amerikanischen Zone (November 1945 3.500 Bewohner, August 1946: 4.200, September 1947: 4.034, Oktober 1948: 2.887). Das Lager stand unter Selbstverwaltung und verfügte über eine Vielzahl kultureller Einrichtungen (Kindergarten, Volksschule, Berufsschule, Bibliothek, Theater), religiöser Einrichtungen (Synagoge, Religionsschule, Koschere Küche, Jeschiwa, rituelles Bad) und sogar über eigene Währung, dem Feldafinger Dollar.