Spätestens seit dem 18. Jahrhundert gab es in Ditterswind eine kleine jüdische Gemeinde (hebr. Kehillah) bzw. Gemeinschaft (hebr. Jischuw). 1813 lebten im Ort acht Juden, im Jahr 1840 waren es zwölf. Es ist denkbar, dass sie ohne viel Aufhebens der Kultusgemeinde im benachbarten Maroldsweisach angehörten und dort die Synagoge besuchten. Von einem eigenen Gotteshaus ist nichts bekannt bzw. es haben sich von einem etwaigen Betraum in einem Privathaus keine Spuren hinterlassen. Von der Existenz jüdischen Lebens in Ditterswind erinnert heute – nach aktuellem Kenntnisstand – nur eine kleine Gasse, die im Volksmund "Judenhof" genannt wird.
Bevölkerung 1840
Literatur
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 50.
- Max Siebert: Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form dargestellt. München 1840, S. 398.
