Jüdisches Leben
in Bayern

Uehlfeld Friedhof

Lage: Hügel ca. 1 km nordwestlich von Uehlfeld. 

Größe: 4601 qm; massive Steinmauer mit schmiedeeisernem Tor. 

Alter: 1734 eingerichtet nach Erlaubnis von Markgraf Georg Friedrich Carl. Zuvor wurden die Verstorbenen in Adelsdorf und Zeckern beigesetzt. 

Beerdigungen: Auf der linken Seite sehr viele kunstvolle alte, auf der rechten wenige neuere Grabsteine. Die letzte Beisetzung fand 1937 statt. 

Besonderheiten: Vom Tahara-Haus, von dem im Zusammenhang mit Sanierungsmaßnahmen 1895 berichtet wird, sind keine Spuren mehr vorhanden. 1741 gründete sich eine Chewra Kaddischa für Männer und Frauen. 

Schändungen: 1935 und während der NS-Zeit.

Fotodokumentation „Steinerne Zeugnisse“:

Israel Schwierz hat uns großzügigerweise die Originalfotografien zu seiner 1988 erschienenen Dokumentation „Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern“ überlassen. Dafür gilt ihm unser großer Dank. Diese Fotografien stellen gerade im Hinblick auf die in vielen Fällen in den letzten 25 Jahren sehr rasch fortgeschrittene Verwitterung der Grabsteine eine wertvolle Quelle dar.

Literatur

  • Fleischmann, Johann: Spuren jüdischer Vergangenheit an Aisch, Aurach, Ebrach und
    Seebach. Die jüdischen Friedhöfe von Zeckern, Walsdorf, Aschbach, Uehlfeld, Mühlhausen,
    Lisberg, Burghaslach und Reichmannsdorf (Mesusa 3). o. O. [Mühlhausen]: Selbstverlag 2002.
  • Schwierz, Israel: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern, 2. Aufl. München 1992, 195f.
  • Trüger, Michael: Jüdische Friedhöfe in Bayern (16) [Aschbach, Thalmässing, Steinhart, Uehlfeld]. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 11, Nr. 73 (Juni 1997), S. 16-18, hier S. 18
  • Mayer, Lothar: Jüdische Friedhöfe in Mittel- und Oberfranken, Petersberg 2012