In Neustadt bestand vom 14. Jahrhundert bis 1684 eine jüdische Gemeinde. Zu ihren Einrichtungen (erhalten ist noch das Gebäude der Jeschiwa im Haus Freyung 23 und das Gebäude der Mikwe Freyung 25) gehörte auch ein Friedhof, der 1621 urkundlich genannt ist. Dieser befand sich hinter der südlichen Häuserzeile der Freyung. Heute befinden sich hier Gärten. Es ist noch ein Grabstein des Friedhofes aus dem Jahr 1648 im Museum der Gemeinde vorhanden. Der Friedhof lag an der Südostseite der Freyung (an der Straße "Judengraben") im Bereich der Gärten, die sich hinter dem heutigen Hotel Grader (Freyung 39) beginnend, äußerst schmal zum Gasthof Krone hinziehen.
Adresse / Wegbeschreibung
Judengraben, 92660 Neustadt an der Waldnaab
Privatgärten, nicht zugänglich.
Literatur
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 290f.
