Der Friedhof liegt östlich der B 17 von Kaufering in Richtung Augsburg in den Lechauen nahe der Lechstaustufe. Das Lager existierte für Frauen vom 1. August, für Männer vom 25. August 1944 bis zum 25. April 1945. Es diente als Unterkunft für die beim unterirdischen Fabrikbau und auf dem Flugplatz Lechfeld Beschäftigten und als Krankenlager. das Gelände ist größtenteils als Kiesgrube umgegraben, ein Gewässer bedeckt Teile des ehemaligen Lagers. Der Friedhof entstand unmittelbar nach Kriegsende im Zusammenhang mit den Opfern der Lager IV und III des KZ-Außenlagerkomplexes Landsberg/Kaufering.
Der Friedhof liegt östlich der B 17 von Kaufering in Richtung Augsburg in den Lechauen nahe der Lechstaustufe. Nach ca. 1600 m ist der Weg ausgeschildert. Rechts eines früheren Wendeplatzes im Wald befinden sich der KZ-Friedhof „Kaufering-Süd“, 10 m tiefer im Wald der Eingang zum zweiten KZ-Friedhof „Kaufering-Nord“.
Der Friedhof entstand unmittelbar nach Kriegsende im Zusammenhang mit den Opfern der Lager IV und III des KZ-Außenlagerkomplexes Landsberg/Kaufering. Im April 1973 wurden bei Bauarbeiten im Staudammbereich weitere 48 Skelette von Opfern geborgen und auf dem Friedhof in einem Reihengrab bestattet.
Die Größe beträgt 1350 qm.
Hier sind ca. 500 Opfer der Außenlager IV und III begraben.
Die niedrige massive Steinmauer besitzt ein schmiedeeisernes Eingangstürchen mit einem Davidstern. Das Areal ist parkähnlich mit Zierbepflanzung angelegt. Links des Türchens steht ein Grabstein, weiter links an der Mauer befindet sich das Massengrab mit einem kleinen Gedenkstein und folgender Aufschrift: „Hier ruhen 48 Unbekannte / großenteils wohl jüdische KZ-Tote / die 1973 in der Umgebung geborgen werden konnten." Rechts des Massengrabs steht ein großer Gedenkstein aus Flossenbürger Granit mit hebräischer Inschrift; rechts des Türchens sind drei Gedenktafeln in die Mauer eingelassen.
Bilder
Adresse / Wegbeschreibung
86857 Hurlach
Auf der Augsburger Straße von Kaufering aus nordwärts, bei der zweiten linken Abzweigung in den Feldweg einbiegen.
Literatur
- FranKonzept (Hg.): Machbarkeitsstudie für einen Dokumentationsort zum ehemaligen KZ-Außenlagerkomplex Landsberg / Kaufering, Würzburg 2016.
- Constanze Werner (Bearb.): KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern. "Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …". Regensburg 2011, S. 72-75.
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 314f.
