In Bissingen existierte wahrscheinlich in früheren Jahrhunderten eine jüdische Gemeinde. Sie besaß wohl einen längst aufgelösten und abgegangenen Friedhof, der womöglich auch als Verbundfriedhof diente. Der bis 1936 noch bekannte Flurname "Judenbegräbnis" wies auf den Standort hin (Plan-Nr. 387-407 nördlich des Ortskerns). Angeblich bestätigten laut dem Bissinger Hauptlehrer Georg Engel noch Gemeinderechnungen die Beerdigungen jüdischer Verstorbener, doch sind diese nicht mehr Auffindbar. Der Flurname ist in der Uraufnahme des frühen 19. Jahrhunderts nicht berücksichtigt, wohl aber ein "Judengraben" (heute Neubaugebiet Am Eichelacker).
Literatur
- Schwierz, Israel: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern, 2. Aufl. München 1992, S. 236
