Jüdisches Leben
in Bayern

Bad Brückenau Friedhof

In Bad Brückenau gibt es zwei jüdische Friedhöfe. Der Ältere wird als Teil des Stadtfriedhofs vermutet und war zwischen ca. 1560 und 1671 belegt. Der neue jüdische Friedhof ist Teil des kommunalen Waldfriedhof. Er wurde 1923 eingeweiht. Die Gräber sind mit Steinplatten belegt.

Die Lage des älteren Friedhofs mit einer Belegungszeit zwischen ca. 1560 und 1671 wird im oberen Teil des heutigen Stadtfriedhofs vermutet

Lage: Waldrand am nördlichen Ortsausgang nach Fulda, Teil des kommunalen „Waldfriedhofs“. 

Größe: 759 qm; sehr kleiner Friedhof mit nur 23 Grabsteinen. 

Alter: 1923 eingeweiht. Die erste Beisetzung (Martin Binheim) fand am 21. September 1924 statt. 

Beerdigungen: Alle Gräber sind mit Steinplatten bedeckt. Nachdem der Friedhof nach 1945 nicht mehr für Beerdigungen benutzt wurde, erwarb die Stadt Bad Brückenau einen Großteil des unbelegten Geländes und legte dort sowie auf einem angrenzenden Grundstück den „Waldfriedhof“ an. 

Besonderheiten: Die im Jahre 1924 gegründete Chewra Kaddischa hatte 1932 vierzig Mitglieder. 1987 Errichtung eines Gedenksteins zur Erinnerung an die Jüdische Gemeinde in Bad Brückenau und an die 1938 zerstörte Synagoge.

Adresse / Wegbeschreibung

Leimbachstraße 69, 97769 Bad Brückenau

Literatur

  • Lothar Mayer: Jüdische Friedhöfe in Unterfranken. Petersberg 2010, S. 26-29.
  • Michael Trüger: Jüdische Friedhöfe in Bayern (8) [Schweinshaupten, Kleinsteinach, Bad Brückenau, Limbach]. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 9 (Dezember 1994), S. 23f.
  • Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 38f.