Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Renate Kemmeter über die Vorteile der kleinen Landschulen, das Betreuungsverhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern, das schwierige Elternhaus mancher Kinder sowie über die Bedeutung weiterführender Schulen in den 1960er-Jahren.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Renate Kemmeter, aufgenommen am 16.05.2020 in Regenstauf, über ihr Studium an der Pädagogischen Hochschule Regensburg, ihre Zeit als Lehrerin in Kaltenbrunn bei Weiden und Holzheim am Forst, die konfessionellen Spannungen, die Lehrkonzepte während der 1960er-Jahre, ihre Beziehung zu den Kindern, ihre Stellung als katholische Lehrerin, das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrkräften sowie über den Zeitgeist der 1960er-Jahre.
Biogramm
Renate Kemmeter wurde 1940 in Regensburg geboren. In den Jahren 1960-63 absolvierte sie an der dortigen Pädagogischen Hochschule das Studium für das Lehramt an Grundschulen. Anschließend war sie an der Bekenntnisschule in Kaltenbrunn in der Nähe von Weiden tätig, wo sie katholische Lehrkraft für die Klassen eins bis vier war. Sie erlebte dort die strikte Trennung der Konfessionen, die sich auch im Dorfalltag bemerkbar machte. 1965 wurde Renate Kemmeter an die Grundschule in Holzheim am Forst im Landkreis Regensburg versetzt. Im gleichen Jahr heiratete sie und beendete 1966 ihre schulische Laufbahn. 2024 verstarb Renate Kemmeter in Regenstauf.
Inhalte
Geboren 1940 – Kindheit und Jugendzeit – Schulischer Ausbildungsweg – Besuch der Pädagogischen Hochschule Regensburg 1960-63 – Zuteilung nach Kaltenbrunn bei Weiden als Lehrerin für die katholische Volksschule – Unterbringung in einem katholischen Gasthaus – Kontakt zu evangelischen Lehrkräften – Trennung evangelischer und katholischer Klassen innerhalb des Schulgebäudes – Führerscheinprüfung – Stellung als Lehrerin – Spannungen zwischen den Konfessionen in Kaltenbrunn – Pläne für die Zusammenlegung der evangelischen und katholischen Schulklassen – Widerstand der Elternschaft – Schulalltag – Unterrichtete Fächer – Gestaltung des Unterrichts – Herkunft der Schüler – Mangelnde Kontakte zu den Eltern der Schüler – Zusammensetzung der Schülerschaft – Atmosphäre unter den Schülern – Dialekte innerhalb der Schule – Ausflüge mit einer Kollegin – Alltag innerhalb des Dorfes – Popularität des Faches Heimat- und Sachkunde bei den Kindern – Begeisterungsfähigkeit der Schüler – Rolle der Lehrkräfte als Autoritätspersonen – Schulutensilien der Kinder – Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen innerhalb der Klassen – Versetzungsgesuch – Unterrichtssituation in Holzheim am Forst – Auswirkung des Strukturwandels in Bayern während der 1960er-Jahre auf Holzheim – Erziehungsziele des Unterrichts – Vorteile der kleineren Landschulen – Förderung schwächerer Schüler – Funktion der Lehrkraft als Bezugsperson – Überführung der Kinder auf weiterführende Schulen – Heirat 1965 – Ende der Tätigkeit als Lehrerin aufgrund einer Schwangerschaft – Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrkräften – Impulsives Verhalten der Eltern gegenüber den Lehrkräften – Geringes Ansehen der Gymnasien bei vielen Eltern – Umbrüche während der 1960er-Jahre – Verhältnis der Studierenden untereinander – Studentenleben an der Pädagogischen Hochschule Regensburg – Veränderungen innerhalb des Schulalltags – Moderner Leistungsdruck in den Schulen – Versuche, die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zu fördern.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.