Zeitzeugen berichten

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben Thema

Konrad O. Bernheimer Kunsthändler

Themen

Antisemitismus vor 1933

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Jüdisches Leben

Konrad Bernheimer beschreibt die Antisemitismuserfahrungen seiner Familie während und noch vor der NS-Zeit sowie das Selbstverständnis der Bernheimers als Deutsche bzw. Münchner.

Signatur
zz-2054.02

David Ludwig Bloch Porzellanmaler, Kunstmaler, Emigrant

Themen

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Jüdisches Leben

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet David Ludwig Bloch von seiner Tätigkeit als Maler in München nach seiner Entlassung aus dem KZ Dachau 1939. Um sich über Wasser zu halten, arbeitete er bei einem Malermeister und half ihm beim Anstreichen von Wohnungen. (Aufgrund seiner Gehörlosigkeit ist Bloch im Interview nur schwer zu verstehen.)

Signatur
zz-0297.01
Referenzjahr
1939

Helga Deutsch Emigrantin

Themen

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Nürnberg

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Helga Deutsch davon, wie die Nürnberger Schraubenfabrik ihres Vaters aufgrund des Boykotts jüdischer Geschäfte ab 1933 zugrunde ging.

Signatur
zz-0417.03

Arno Hamburger 1972-2013 Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg

Themen

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Erzwungene Auswanderung / Emigration von Juden

Nürnberg

Reichspogromnacht / "Reichskristallnacht" 1938

Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Arno Hamburger über die Diskriminierungen, die er und seine Familienangehörigen als Juden in den 1930er-Jahren in Nürnberg erleben mussten. Seine Eltern mussten sich mit Hilfsarbeiten über Wasser halten, er selbst musste die Schule verlassen und als Lehrling gefährliche Schweißarbeiten verrichten, die Nicht-Juden nicht zugemutet wurden. Während der Reichspogromnacht wurde die Firma, in der er lernte, zerstört. 1939 bereitete er sich in Hamburg auf seine Auswanderung nach Palästina vor.

Signatur
zz-0304.01

Adolf Höxter Gärtner, KZ-Überlebender

Themen

Antisemitismus vor 1933

Ausgrenzung von Juden im Alltag

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Nürnberg

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Adolf Höxter von den immer schlechter werdenden Lebensumständen der Nürnberger Juden 1929-1939. Er musste als Kind wegen antisemitischer Anfeindungen mehrfach die Schule wechseln und schließlich eine Lehre als Friedhofsgärtner beginnen. Die Pläne zur Auswanderung nach Palästina verhinderte der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Signatur
zz-0312.01

Kurt Land Emigrant

Themen

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Jüdisches Leben

Nürnberg

Unternehmen aus Bayern

Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Kurt Land über die Arbeitsverhältnisse in der seinem Vater gehörenden Nürnberger Schuhfirma "Medicus" 1928-38.

Signatur
zz-0326.01

Dr. med. Martha Lebermann Ärztin, Emigrantin

Themen

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Jüdisches Leben

Würzburg

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Martha Lebermann über ihren schwierigen Berufseinstieg als jüdische Ärztin 1933 in Würzburg.

Signatur
zz-0190.01
Referenzjahr
1933

Martin Löwenberg KZ-Überlebender, Zwangsarbeiter; Pazifist

Themen

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Auswirkungen der Nürnberger Rassengesetze

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Martin Löwenberg, wie er im September 1939 seine Lehre nicht beenden durfte. Der nationalsozialistische Reichsnährstand veröffentlichte eine Liste mit Berufen, die für Juden und 'Halbjuden' verboten waren, darunter auch die Gutsinspektorenlaufbahn.   

Signatur
zz-1128.02
Referenzjahr
1939

Wolfgang F. Robinow Emigrant, US-Besatzungssoldat

Themen

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Jüdisches Leben

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Wolfgang F. Robinow über die Auswirkungen, die die "Machtergreifung" der Nationalsozialisten 1933 für seine jüdische Familie mit sich brachten. Sein Vater wurde als Beamter im Reichsaußenministerium in Berlin in den Ruhestand versetzt. Er selbst durfte keine Lehre und keinen Beruf ausüben.

Signatur
zz-0506.01

Lola Sinz (geb. Kronheimer) Pianistin, Sängerin, Klavierlehrerin, Korrepetitorin, Pädagogin, Landwirtin

Themen

Ausgrenzung von Juden im Alltag

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Auswirkungen der Nürnberger Rassengesetze

Musik

Im hier gezeigten Ausschnitt beschreibt Lola Sinz Kronheimer, wie sie ab 1933 schrittweise durch die antisemitischen Bestimmungen des NS-Regimes aus ihrem Beruf und ihrer Existenz als Konzertpianistin gedrängt wurde. Bis zum Erlass der "Nürnberger Gesetze" 1935 hielt sie sich mit Auftritten vor dem Jüdischen Kulturbund und als Klavierlehrerin über Wasser. Doch selbst danach und mit dem Einsetzen der nochmals verstärkten Judenverfolgung nach der Reichspogromnacht 1938 weigerte sie sich, ihre geliebte Heimat Deutschland aufzugeben und auszuwandern. (nur Ton)

Signatur
tobre-131.03
Referenzjahr
1933