Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Wasilij Gawrischkow über den fürsorglichen Meister, dem er als Zwangsarbeiter im Steinbruch des KZ Flossenbürg zugeteilt war.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Wasilij Gawrischkow aufgezeichnet am 23.07.2004 in Flossenbürg, über seine Zeit als Zwangsarbeiter in Deutschland, die Internierung im Konzentrationslager Flossenbürg, die Befreiung und die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee.
Inhalte
1926 in Suttuski im Winnitza-Gebiet in der Ukraine geboren, beim Einmarsch der Deutschen Kuh von der Weide getrieben, Panzer, 15 Jahre alt, vom Dorfältesten verhaftet, Gefängnis in Winnitza, 5 Tage dort, mit dem Güterwaggon nach Deutschland gebracht, bei Hof Eisenbahnarbeiten, Flucht zu viert nach 2 Wochen, nach ein paar Tagen verhaftet, Gefängnis in Hof, anderthalb Monate, Verhör, Lager in Nürnberg, nach 2-3 Wochen ins KZ Flossenbürg gebracht, Quarantäne, Uniform, 2. Baracke, Zwangsarbeit im Steinbruch, Kapo, Steinmetzlehrling, Arbeit in einem Gebäude, geschützt vor Wind und Regen, Kapo ein deutscher Krimineller, versorgte seine Leute gut mit Essen, schlechte Behandlung durch SS-Soldaten und zwei russische Kriegsgefangene, Schläge mit dem Gummiknüppel, im Krankenhaus wegen wunder Füße, Kapo musste zur Wehrmacht, Strafbataillon, Verpflegung, Exekution von Geflohenen, Oktober 1943 ins Konzentrationslager Auschwitz gebracht, Sortierer von Flugzeugschrott, 1944 nach Buchenwald versetzt, Gruppe Rottenburg, Grabungen im Berg für Militärwerk, Transport ins KZ Dachau, Befreiung in Dachau nach 1-2 Wochen am 29.04.1945, Transport über Nürnberg nach Linz, im Juli 1945 in die Rote Armee aufgenommen, Artillerieaufklärer in Ungarn und dann in Krems, 17. Division, Verlegung auf die Krim - Entschädigungen - Schlimmste Ereignisse, Hunger, Mord an Juden, Brief an Familie, Paket von der Mutter - Zeit in Krems, ab Mitte Oktober 1945, 07.11.1945 „Oktoberparade“, dort bis Frühjahr 1946, nach der Stationierung auf der Krim, Versetzung nach Perwomajsk, dort bis 1950 gedient, topographische Aufklärung.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A. + Dolmetscher (?)
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.