Zeitzeugen berichten

Jan Závodný KZ- Überlebender, Bauleiter

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zz-0750.01
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Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Im hier gezeigten Ausschnitt erinnert sich Jan Závodný an tschechische Musik und Lieder, die im KZ Flossenbürg und im Außenlager Dresden von den Internierten gesungen wurden.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Jan Závodný, geführt am 26.07.2002 in Flossenbürg, über die Gefangenschaft in den Konzentrationslagern Flossenbürg, Stulm und Dresden, die Zwangsarbeit und das Kriegsende.

Biogramm

Jan Závodný wurde 1920 in Neutitschein in Mähren geboren. Nach der Verhaftung wurde er 1944 ins KZ Flossenbürg deportiert. Nach kurzer Zeit kam er ins Außenlager Dresden, wo er in der Bauleitung tätig war. Závodný erlebte die Befreiung 1945 an der tschechisch-deutschen Grenze.

Inhalte

1920 in Neutitschein/Mähren (Nový Jičín) geboren – höhere Forstschule in Jenanice – während des Hochschulstudiums als Führer einer Jugendorganisation verhaftet – nach dem Krieg Diplomforstingenieur – Verhaftung im Böhmerwald – Gestapo in Linz – zwei Monate im Polizeigefängnis Line in der Mozartstraße 6 – Transport über München, Hof und Weiden nach Flossenbürg – Ankunft – Zugangsblock – Läuferposten – Kapo – politische Abteilung – 25 Schläge mit dem Ochsenschwanz – Standortarzt – Schläge, weil von der Gestapo nicht geprügelt – Kapos – grüne Winkel – Berufsverbrecher – kaum Kontakte zur SS in Flossenbürg – Arbeit im Steinbruch – täglich Tote – Mittagessen am Steinbruch – Marschkolonne – nach zwei Monaten Transport ins Außenlager Stulm – dünne Kleidung in Flossenbürg – Maurerarbeiten in Stulm – Baracke – abends Lesen ein Buches – Dezember 1944 Baukommando in Dresden – Bauleitung der Waffen – SS – Polizei Reich Nord – Krankheiten – Geschwüre – Kanalbau in Dresden – später Bau von Revisionsschächten – Elektriker im Barackenlager – Verlegen von Lichtern und Schaltern – Schreiber im Baulager – Bauleitung Abteilung Rechnungswesen – Erlernen von Deutsch in der Schule – evangelisch – "König-Gustav-Adolf-Stiftung" – deutsche Literatur – deutsche Zivilarbeiter in Dresden und Stulm – Herbst 1944/45 Bau eines Radioempfängers durch italienischen Schwachstromingenieur – Informationen über den Kriegsverlauf – Rückzug der Wehrmacht – Karte der Ostfront – Zusammenhalt unter Tschechen – Meldung von Unterernährten – Orchester in Flossenbürg – Lieder beim Marschieren – tschechische Schlager in Dresden – Unterschiede der Lager – Dresden bessere Unterkunft: Verpflegung und weniger Prügel – Wachmannschaften – Soldaten auf Genesungsurlaub in Dresden – Fliegeralarme – Nachrichten von der Front – "Hermann-Göring-Spende" – von der Luftwaffe der SS überstellt – wallonische SS–Ärzte – Pflege bei Lungenentzündung in der Totenkammer – Chinin – Überleben – Luftangriffe auf Dresden – Befehl zum Marsch nach Theresienstadt – Häftlingskomitee fordert Marsch Richtung Amerikaner – Verpflegung für drei Tage – Flucht vieler Menschen – rumänische Volksdeutsche als Wachen – Ausweichstelle der Bauleitung Waffen–SS in Schönfeld/Erzgebirge – zu Fuß Richtung Grenze – viele Flüchtlinge – Überqueren der Grenze – mit Gruppe Russen nach Prag – Brief an Fürst-zu-Schwarzenberg-Forstdirektion – Studium an der Hochschule in Brünn – psychische Probleme – keine Prüfungen abgelegt – Forstdirektion zahlt ganzes Jahresgehalt für 1945 – Freunde helfen Z. – Fortsetzung des Studiums – Offiziersschule – Reflexe aus der KZ–Zeit – Rückkehr ins Lager 2002 – Fliegeralarme in Dresden – Splitterschutzgräben – Feuer – Flakfeuer – SS-Unterscharführer jagt Z. aus dem Schutzgraben – Graben erhielt Treffer – alle tot – Marsch nach Böhmen – ermordete russische Kriegsgefangene – Methylalkohol – Schreiber in der Rechnungslegung der Bauleitung der Waffen-SS in Dresden – Zivilangestellte Anni Simon – Luftangriff auf Dresden – Unterscharführer Beckers befiehlt Z., das Klo nach ihm zu spülen – Proviant von Frau Simon– Lebensmittelkarte und Zivilkleidung für Z. – Simons Verlobter als Luftwaffenleutnant gefallen – von Stopka – Beerdigung – Kontaktaufnahme nach dem Krieg scheitert.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:00 h
Aufnahmedatum:
26.07.2002
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.