Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Martin Hohenberger über die zahlreichen Spenden von Privatpersonen und Firmen nach der Hochwasserkatastrophe in Deggendorf 2013.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Martin Hohenberger, aufgenommen am 14.02.2014 in Deggendorf, über die Organisation des Sachspendenlagers, die Herkunft der Spender und die Verteilung der Spenden.
Biogramm
Martin Hohenberger, 1972 geboren, hat eine Ausbildung als staatlich anerkannter Erzieher absolviert und Sozialpädagogik studiert. Seit 2004 ist er Geschäftsführer des Kreisjugendrings in Deggendorf. Beim Hochwasserereignis 2013 richtete Martin Hohenberger ein Sachspendenlager ein, um die betroffenen Hochwassergeschädigten mit Spenden aller Art zu unterstützen.
Inhalte
Unerwartetes Ausmaß der Katastrophe – Absage der Veranstaltungen des Kreisjugendrings während der Flut – Angebot von Unterstützung an die Stadt Deggendorf – Übernahme der Koordination der Sachspenden – Einrichtung einer Hotline für Spender – aktiv auf Facebook – Lagerung der Spenden im Sozialkaufhaus Warenwert – Erschöpfung der Lagerkapazität nach drei Tagen – Lagerung in einem noch ungenutzten Parkhaus – zu Beginn Einzelspenden – Spendensammlungen – Industriespenden – Annahme aller Waren – Sortierung und Präsentation – nach und nach Annahmestopp z.B. für gebrauchte Kleidung – Organisation über soziale Netzwerke – großes mediales Interesse – zu Beginn keine Kontrollen – Einführung einer Personenkontrolle – Ausstellung von Berechtigungsscheinen durch Kommunen – Dokumentation der erhaltenen Waren – keine Annahme von unsortierter Ware aufgrund fehlender Ressourcen – unbrauchbare Spenden – bis zu 1200 freiwillige Helfer – Betrieb über das Ende des Katastrophenalarms hinaus – schwere körperliche Arbeit – zu Beginn vor allem Einzelspenden von Privatpersonen – dann Sammlungen von Vereinen - Großspenden der Industrie – Verteilungskampf um Ressourcen – Angaben zur Situation für Verteilungsgerechtigkeit – Bevorzugung von Familien mit Kindern und Rentner – eidesstattliche Erklärung erforderlich – polizeiliche Ermittlungen – Versuch Mehrfachbezug zu verhindern – Zusammenarbeit mit Bayerischem Rotem Kreuz (BRK) – Zusammenhaltsgefühl der Mitarbeiter – immer noch Eingang kleinerer Geldspenden zu verzeichnen – Angebot kostenloser Ferienlager für Kinder finanziert durch Spenden – Verteilung von Weihnachtsgeschenken für betroffene Kinder – Kino-Veranstaltung für betroffene Familien – kostenlose Ferienfreizeiten auch 2014 angeboten – sensible Reaktionen der Kinder – traumatische Erlebnisse durch die Flut – psychologische Betreuung – gravierende Änderungen im Leben der Betroffenen – Verlust von Erinnerungsstücken – gutes Hochwassermanagement durch die Behörden.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.