Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Josef Schiller die Flut 2013 in Deggendorf und die Evakuierung aus seinem Haus.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Josef Schiller, aufgenommen am 15.02.2014 in Deggendorf, über das Hochwasser 2013 in Deggendorf, die Schadensbeseitigung, die Finanzierung der Instandsetzung, die entstandene Solidargemeinschaft und seine Kritik am Hochwasserschutz.
Biogramm
Josef Schiller, 1948 geboren, führt eine Metzgerei in Deggendorf-Fischerdorf. Im Juni 2013 wurde sein Geschäft durch das Katastrophen-Hochwasser vernichtet. Seitdem kämpft er darum, seine Existenz wieder aufzubauen und die Finanzierung dafür sicherzustellen.
Inhalte
Geboren 1948 – Ausmaß des Hochwassers unerwartet – Überflutung über die Autobahn – Versuch der Errichtung eines Notdeichs scheiterte – Rettung des Privatautos – Stromausfall – Verlust des Geschäftswagens – ständig steigender Wasserstand – Versuch Metzgerei mit Sandsäcken zu sichern – Evakuierung per Boot durch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) – Übernachtung im Elternhaus – Rettung der Haustiere durch die Feuerwehr – erste Maßnahme nach Rückkehr ins Haus: Entsorgung der verdorbenen Frischware – Verlust von Waren im Wert von 25000 Euro – Ungewissheit über finanzielle Zukunft – Firma bot kostenlose Säuberung an – Dauer der Reinigung über 14 Tage – Besuch von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) – Zusicherung einer finanziellen Hilfe – Gespräche mit dem Landratsamt – Ungewissheit – nach Gespräch mit Landrat Christian Bernreiter (CSU) erste Neuanschaffungen – Kauf eines Autos – Trocknen der Räume – kein Ölschaden – Neueröffnung der Metzgerei dreieinhalb Monate nach der Flut – pauschale Hausratsversicherung – weiter Ausgaben aufgrund der Flutschäden, Renovierung nicht abgeschlossen – Hilfsleistungen ungewohnt und unangenehm – Selbstbeteiligung – Nutzung des leerstehenden Elternhauses als Übergangswohnung – Solidargemeinschaft – zusätzlicher Hochwasserschutz nötig – Erhöhung der Dämme – Versicherung – Solidarität in Fischerdorf – Verzweiflung vieler Menschen – Probleme mit Versicherungen – Verlust von Erinnerungsstücken – Verdrängung der Ereignisse – Sozialneid – Verlust an Firmen – Angst vor einer weiteren Flut – Veränderungen am Hochwasserschutz nötig.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.