Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Alois Schraufstetter über die Evakuierungsmaßnahmen mit Booten und Hubschraubern während der Hochwasserkatastrophe 2013 in Deggendorf.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Alois Schraufstetter, aufgenommen am 14.02.2014 in Deggendorf, über das Hochwasser 2013 in Deggendorf, Evakuierungsmaßnahmen, die aufgetretenen Schäden, Aufräumarbeiten und das Hochwassermanagement.
Biogramm
Alois Schraufstetter, geb. 1957, ist Inhaber eines Friseurunternehmens. Er war von 1981 bis 1984 Stadtbrandmeister, dann bis 2013 Kreisbrandmeister und von 1985 bis Ende 2013 Stadtbrandinspektor der Großen Kreisstadt Deggendorf. In dieser Funktion leitete er im Juni 2013 innerhalb des Krisenstabes das Hochwassermanagement in Deggendorf sowie die Evakuierungs- und Deichbefestigungsmaßnahmen.
Inhalte
Geboren 1957 – Stadtbrandinspektor in Deggendorf – Übernahme der Einsatzleitung während der Katastrophe – Gefahren bei gleichzeitigem Isar- und Donauhochwasser bekannt – Situation hätte auch schlimmer kommen können – Dammbruch bei Winzer als Entlastung für Deggendorf – Rückzug der Bundeswehr am Dammstück bei Fischerdorf in der Nacht des 3. Juni 2013 wegen zu hohen Risikos für Leib und Leben der Einsatzkräfte – Überflutung von Fischerdorf und Natternberg innerhalb von 12 Stunden – Gefahr durch Heizölaustritt – tagelang Evakuierung der Bewohner durch Hubschrauber und Boote – kaum Möglichkeit, Besitztümer zu retten – Katastrophenalarm – Landrat Christian Bernreiter (CSU) koordinierte alles – Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und freiwilligen Helfern – weitreichende Aufstockung des Damms mit Sandsäcken – Einsatz bis zur Erschöpfung – Bruch des Donaudamms bei Winzer – Rettung von Landwirten per Hubschrauber – Bruch des Isar-Damms bei Fischerdorf – Überflutung der Autobahnen – Unterbrechung der Verbindungsachsen – Versorgung der Supermärkte und des Klinikums – Verhinderung von Panik – psychologische Betreuung der Betroffenen, auch durch Malteser – Zerstörung von Infrastruktur, Elektrizitätsversorgung, Heizung – großer Schaden durch ausgelaufenes Öl – Abriss von 150 Häusern – fatale Schäden bei Firmen – Rettung von EDV-Daten – Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern von „Deggendorf räumt auf“ zu Beginn problematisch – Wasser stand 23 Tage – Aufräumarbeiten – Räumung der Straßen – Beseitigung des Öls – Beseitigung des Schlamms – Abtransport des Mülls – Beseitigung der Tierkadaver – mögliche Schädigung des Grundwassers – Installierung von Großpumpanlagen – neues Zusammengehörigkeitsgefühl – Solidargemeinschaft – Kommunikation zwischen den Behörden hat funktioniert – Verbesserungen bei Informationsweitergabe als Ziel – Medienpräsenz hilfreich für Spenden.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.