Zeitzeugen berichten

Peter Tschöpe 1989/90 Pressesprecher, ab 1994 Kulturreferent der Stadt Hof; bildender Künstler

Signatur
zz-1607.03
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
1989

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Peter Tschöpe über Gespräche mit DDR-Bürgern und kommunalen Vertretern nach der Grenzöffnung (November/Dezember 1989).

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Thematisches Zeitzeugeninterview mit Peter Tschöpe, aufgenommen am 19.04.2015 in Hof, über die Situation der Grenzregion vor 1989, die Ankunft der Prager Botschaftszüge in Hof, die Städtepartnerschaft zwischen Hof und Plauen, die Grenzöffnung und die Infrastrukturmaßnahmen.

Biogramm

Peter Tschöpe, geb. 1943 in Niederschlesien, lebte seit 1949 in Hof. Nach dem Schulbesuch schloss er ein Fachhochschulstudium an, das er Dipl.-Verwaltungswirt absolvierte. Tschöpe war 1989/90 Pressesprecher der Stadt Hof. Er erlebte in dieser Funktion die Ankunft die Züge der Prager Botschaftsflüchtlinge Anfang Oktober 1989 sowie die Grenzöffnung am 09.11.1989. Ab 1994 war Peter Tschöpe Kulturreferent der Stadt Hof. Er war insbesondere für die Städtepartnerschaft Hof – Plauen zuständig, die nach der Grenzöffnung weiter intensiviert wurde. 1998 rief er die Jugendkunstbiennale des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes ins Leben. Tschöpe war auch als bildender Künstler aktiv, 1972 eröffnete die Hypo-Galerie in Hof mit seinen Bildern. 2020 ist Peter Tschöpe nach langer Krankheit verstorben.

Inhalte

Geboren 1943 – wirtschaftliche Situation – Zonenrandförderung – starke Nutzung des kleinen Grenzverkehrs – Grenze als Alltäglichkeit – Ankunft der Prager Botschaftsflüchtlinge – spontane Ankündigung – Versorgung der Ankommenden – Vorbereitung von Unterkünften – Verhältnisse in der deutschen Botschaft in Prag – Unsicherheit – Weiterleitung der Flüchtlinge in Auffanglager – Städtepartnerschaft mit Plauen – Unsicherheiten der DDR-Behörden – Kontakt zu offiziellen DDR-Stellen – Schwierigkeiten in der Städtepartnerschaft – erste Demonstration der DDR in Plauen – Grenzöffnung am 09.11.1989 – Infrastrukturmaßnahmen – Auszahlung des Begrüßungsgeldes – ausverkaufte Geschäfte – Abgase – Einrichtung von Großparkplätzen – Shuttle-Verkehr – Fragen von kommunalen Vertretern – Freue und Stolz der Hofer – unterschiedliche Dialekte – Anknüpfen an alte wirtschaftliche Beziehungen nach der Grenzöffnung – Expansion von Betrieben nach Osten – Einstellung der Zonenrandförderung 1994 – unterschiedliche Mentalitäten – besondere Stellung von Bayern – kaum dauerhafte Ansiedlung von DDR-Bürgern in Hof – Vor- und Nachteile der Wiedervereinigung – Fortführung der Städtepartnerschaft nach der Wende

Daten

Art:
Thematisches Zeitzeugeninterview
Dauer:
0:45 h
Aufnahmedatum:
19.04.2015
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.