Zeitzeugen berichten

Katharina Grasegger Einsatzleiterin Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

Signatur
zz-1704.03
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
2016

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Katharina Grasegger über die Stellung als Frau bei der Bergwacht und die Aufgabenverteilung nach Stärken und Schwächen des Einzelnen im Bergwacht-Team.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Thematisches Zeitzeugeninterview mit Katharina Grasegger, aufgenommen am 04.12.2016 in Garmisch-Partenkirchen, über den Teamspirit bei der Bergwacht, die Einsatzgebiete und Aufgaben der Bergwacht in Garmisch-Partenkirchen, die Anforderungen und Ausbildung bei der Bergwacht, den Arbeitsalltag im Bereitschaftsdienst, die Arbeit als Einsatzleiterin, die Ursachen für Unglücksfälle, die psychische Belastung der Helfer, die Wichtigkeit einer gesunden Selbsteinschätzung als Bergsteiger und Kletterer, die Vor- und Nachteile des Tourismus in Garmisch-Partenkirchen und die Stellung als Frau bei der Bergwacht.

Biogramm

Katharina Grasegger wurde 1991 geboren und absolvierte das Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen. Anschließend begann sie ein Medizinstudium. Ab 2009 war Katharina Grasegger Mitglied der Bergwacht in Garmisch-Partenkirchen und dort u.a. als Einsatzleiterin bei Rettungsaktionen tätig. Sie übte außerdem einen Nebenjob in der Ambulanz aus und gab Deutschkurse für Flüchtlinge.

Inhalte

Geboren 1991 – Frühes Interesse an der Bergwacht – Leidenschaft für die Berge und Interesse an der Medizin – Teamspirit/Gemeinschaft der Bergwacht – Verschiedene Einsatzgebiete und Aufgaben der Bergwacht in Garmisch-Partenkirchen – Aufgaben beim G7-Gipfel 2015 – Summe an Einsätzen pro Jahr – Mitarbeiter der Bergwacht – Voraussetzungen für die Tätigkeit bei der Bergwacht – Anforderungen und Prüfungen während der Ausbildung bei der Bergwachtbereitschaft – Arbeitsalltag im Bereitschaftsdienst der Bergwacht – Zusammensetzung Einsatzteam – Überwiegend ehrenamtliche Einsatzkräfte – Verantwortung des Einsatzleiters – Gemeinschaft der Bergwachtmitglieder – Einsatzmöglichkeiten der Bergwacht – Erstes Wochenende als Einsatzleiterin der Bergwacht – Einsatz: „Abgestürzte Wanderin am Kramer“ – „Crash-Bergung“ – Psychologische Unterstützung der Familienangehörigen am Einsatzort – Wetterabhängigkeit der Rettungseinsätze – Abwägung der Gefahr für das Rettungsteam – Patientenortung über GPS-Daten – Suchaktionen bei Vermisstenmeldungen – Ursachen für Unglücksfälle: Überschätzung/fehlendes technisches Können, Witterungsbedingungen, „Versteigen“ (Verlaufen) – Tour am Jubiläumsgrad Oberrheintal = „das Klettereldorado von Garmisch“ – Psychische Belastung der Helfer etwa bei Kletterunfällen im Oberrheintal (Unfallopfer häufig Bekannte und Freunde) – Problematische Informationslage über Klettertouren im Internet – Internationale Bewertungsmaßstäbe der Schwierigkeitsgrade – Selbsteinschätzung und -eingeständnis sind die „größten Stärken beim Klettern“ – Ansprüche und Ziele der Besucher der Berge – Vergleich: Kletterhalle und Berg – Vor- und Nachteile des Tourismus in Garmisch-Partenkirchen – Rolle des Tourismus in Garmisch-Partenkirchen – Offenheit der Einheimischen – Stellung als Frau bei der Bergwacht – Vorurteile gegen Frauen bei der Bergwacht bei den Unfallopfern – Aufgabenverteilung nach Stärken und Schwächen des Einzelnen im Team – Veränderungen bei der Bergwacht durch steigenden Frauenanteil – Umgang mit psychischer Belastung – Krisen-Interventions-Team (KIT) – Gemeinschaft bei der Bergwacht – Gemeinsame Unternehmungen – Stellenwert der Bergwacht – Problematik an der Versicherung vom Deutschen Alpenverein zur kostenlosen Rettung in der Not – Herausforderungen als Einsatzleiterin – Thema Naturschutz bei der Ausbildung der Bergwacht – Jährliche Naturschutzwanderung – Priorität der Bergrettung – Persönliches Bild von Bayern – Veränderungswunsch: mehr Offenheit und Toleranz in Bayern – Wahrnehmung Deutschlands und Bayerns im Ausland – Meinung zum Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern heute.

Daten

Art:
Thematisches Zeitzeugeninterview
Dauer:
0:45 h
Aufnahmedatum:
04.12.2016
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.