Zeitzeugen berichten

Stefanie Zachmeier Ethnomusikologin; Volksmusikantin; Moderatorin

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Haus der Bayerischen Geschichte (Dr. Michael Bauer)

Steffi Zachmeier beschreibt, wie sich die Volksmusik seit den 1950er-Jahren in Oberbayern und Franken etablierte und schildert die Besonderheiten der fränkischen Volksmusik.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Journalistisches Zeitzeugeninterview mit Steffi Zachmeier, geführt am 27.04.2025 in Nürnberg, über die Entwicklung der Volksmusik in Bayern, die Charakteristika fränkischer Volksmusik, ihre Karriere als Volksmusikerin, die heutigen Herausforderungen für Volksmusiker, die Unterrepräsentation von Volksmusik in Streaming-Portalen, die Vermittlung von fränkischer Volksmusik und Tanztraditionen sowie über den heutigen Musikkonsum.

Biogramm

Geboren wurde Steffi Zachmeier 1961 in Nürnberg. Nach einer Ausbildung am Akkordeon an der Musikschule Willi und Paula Münch in Nürnberg spielte Zachmeier in verschiedensten Besetzungen fränkische Volksmusik und Folklore. Sie studierte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Ethnomusikologie, Volkskunde und Kommunikationswissenschaft. 30 Jahre wirkte sie redaktionell und als Moderatorin für die Volksmusik-Redaktion des Studio Franken im Bayerischen Rundfunk. Als Tanzforscherin und -leiterin ist sie spezialisiert auf fränkische Tanztradition und Tanzmusik.

Inhalte

Geboren 1961 – Individualität der Volksmusik – Abkehr von der fränkischen Volksmusik in der Nachkriegszeit – Etablierung der Volksmusik in Oberbayern durch Tobi Reiser und den Kiem Pauli – Erhalt von Volksmusik und Tanztraditionen in Franken – Plantänze im Dreischrittdreher als fränkische Besonderheit – Vergleich zwischen fränkischer und oberbayerischer Tanzmusik – Mentalitätsunterschiede innerhalb Frankens – Gleichschaltung der Volksmusikpflege in der NS-Zeit – Konzertina, Blasmusik und Saitenmusik in Franken – Migration in Franken und ihr Einfluss auf die Volksmusik – Gemeinsamkeiten zwischen fränkischen und oberpfälzischen Volksmusikern – Geschichte der fränkischen Volksmusik – Heutige Vermischung von Volksmusik mit anderen Musikrichtungen – Anfänge der fränkischen Volksmusikpflege durch Erwin Zachmeier – Akkordeonspiel, Gesang und Tanz in der Kindheit – Kontrabassistin bei der „Ronhofer Bock- und Leiermusik“ – Entstehungsgeschichte der „fränkischen Straßenmusikanten“ – Weiblich assoziierte Instrumente – Akkordeon-Ausbildung an der Musikschule Willi und Paula Münch in Nürnberg – Erlernen des Volksmusik-Sounds – Kontakt zum Publikum bei Auftritten – Ursprung und Internetauftritt der „Zachmusik“ – Repräsentation der Volksmusik im Bayerischen Rundfunk – Ausbleibender internationaler Austausch zwischen Volksmusikgruppen – Kritik am heutigen Musikkonsum – Unterrepräsentation von Volksmusik auf Musikstreaming-Portalen – „Wanderlehrgruppen“ des Bayerischen Jugendrings – Vermittlung von Volksmusik an Jugendliche – Volksmusik-Workshop für Musikstudierende – Vermittlung von fränkischen Tanztraditionen in der Kulturwerkstatt Auf AEG in Nürnberg – Digitale Zugänge zu fränkischer Volksmusik – Motivation zur Erstellung des „Radio Fränkisch Spoken“ – Plädoyer für Distanzierung der Volksmusik von Rechtsextremismus – Ablehnung einer Anfrage aus einer Schlagenden Verbindung aus Erlangen – Rolle des Verkaufs von CDs für die Volksmusik – GEMA, Volksmusik und Urheberrecht – GEMA bei Volksmusik-Veranstaltungen – Vorteile einer Tätigkeit als freie Musikerin – Tipps für junge Volksmusikanten – Möglichkeiten für das Hören alter Volksmusikaufnahmen – Erwartungen an die Bayerische Landesausstellung „Musik in Bayern“ 2026 in Freyung.

Daten

Art:
Journalistisches Zeitzeugeninterview
Dauer:
1:00 h
Aufnahmedatum:
27.04.2025
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Dr. Michael Bauer

Kamera: Thomas Rothneiger