Zeitzeugen berichten

Robert Knieling stellv. Bahnamtsvorsteher in Hof (1989)

Signatur
zz-1628.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
1989

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Robert Knieling über die vorbereitenden Maßnahmen bzgl. der Ankunft der Prager Botschaftsflüchtlinge am Bahnhof in Hof am 01.10.1989.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Thematisches Zeitzeugeninterview mit Robert Knieling, aufgenommen am 19.09.2015 in Hof, über die Ankunft der Flüchtlinge aus der Prager Botschaft in Hof 1989, die Hilfsbereitschaft der Hofer Bürger, die Folgen der Grenzöffnung am 09./10.11.1989, die Fahrplankoordination am Hofer Bahnhof, die wirtschaftliche Lage in Hof und die Mentalitätsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen Nord- und Südbayern.

Biogramm

Robert Knieling wurde 1939 geboren und war zur Zeit der Grenzöffnung 1989/90 stellvertretender Bahnamtsvorsteher in Hof. Als die Züge mit den Prager Botschaftsflüchtlingen Anfang Oktober 1989 in Hof ankamen, organisierte er die Übernahme der Züge auf westdeutschem Gebiet sowie den Empfang der DDR-Bürger am Bahnhof. Nach der Grenzöffnung war Robert Knieling mit daran beteiligt, die Zahlstellen für die Begrüßungsgeldauszahlungen einzurichten.

Inhalte

Geboren 1939 – Hinweise auf bevorstehende Veränderungen in der DDR – Ansprache von Bundesaußenminister Hans-Dieter Genscher am 30.09.1989 auf dem Balkon der Prager Botschaft – Vorbereitende Maßnahmen bzgl. der Ankunft der Prager Botschaftsflüchtlinge am Bahnhof in Hof – Altersstruktur der Prager Botschaftsflüchtlinge – Ankunft der Züge mit den Botschaftsflüchtlingen in Hof am 01.10.1989 – Organisation zur Bewältigung des Flüchtlingsandrangs – Organisation des Weitertransports von aus der DDR Geflüchteten mit der Bahn – Zugverkehr im Grenzgebiet vor 1989 – Problemsituation bzgl. der Organisation von Zügen für weitere Flüchtlinge – Pressekonferenzen des Staatsinnensekretärs Horst Waffenschmidt – Telefongespräch zwischen Horst Waffenschmidt und dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl bzgl. der problematischen Situation am Bahnhof in Hof am 04.10.1989 – Organisation des Bahnhofsfahrplans – Ankunft weiterer Züge mit Prager Botschaftsflüchtlingen in Hof am 04. und 05.10.1989 – Hilfsbereitschaft der Hofer Bevölkerung – Tag des Mauerfalls am 09.11.1989 – Organisation des Menschenandrangs aus der DDR nach der Grenzöffnung am Hofer Bahnhof – Auszahlung des Begrüßungsgeldes – Vorlieben der DDR-Bürger bzgl. des Warenangebotes – Keine Normalisierung des Zug- und Autoverkehrs bis Weihnachten 1989 – Anhaltende Aufnahme- und Hilfsbereitschaft der Hofer Bürger gegenüber den DDR-Bürgern – Anekdoten zur Handhabe bzgl. des Begrüßungsgeldes – Improvisation bei der Fahrgastverteilung auf die Züge – Finanzielle Situation der DDR-Bürger – Infrastrukturverbesserungen 1989/90 – Mentalitätsunterschiede zwischen Bayern und Sachsen, Bayern und Thüringen, Sachsen und Thüringen – Mentalitätsunterschiede zwischen Oberbayern, Oberfranken und Schwaben – Übernahme des Personals vom Bahnhof Gutenfürst 1990 – Generationsunterschiede in der Wahrnehmung der innerdeutschen Grenze und der Grenzöffnung 1989 – Verbindungen zwischen Bürgern aus Hof und Plauen vor und nach der Grenzöffnung – Fahrplanabstimmungen zwischen Hof und Gutenfürst nach der Grenzöffnung – Ausbau der Zugverbindungen von München nach Dresden und Berlin – Anekdoten aus dem Bahnalltag nach der Wende – Übernahme der Planungsarbeiten zur Umwandlung der DB (Deutsche Bundesbahn) in eine DB AG bzgl. der nordostoberfränkischen Region – Unterbringung von DDR-Bürgern im Gemeindehaus in Hof – Hilfsbereitschaft der Kirchengemeinde – Dresden: „Das Tal der Ahnungslosen“ – Reaktionen der DDR-Bürger auf Warenangebot in Hof – Wirtschaftliche Lage Hofs vor und nach 1989 – Auswirkungen der Einstellung der Zonenrandförderung 1994 – Persönliches Bild von Bayern – Mentalitätsunterschiede zwischen Franken und Südbayern – Meinung zum Umgang mit Flüchtlingen heute.

Daten

Art:
Thematisches Zeitzeugeninterview
Dauer:
0:45 h
Aufnahmedatum:
19.09.2015
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.