Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
1982
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Apostolos Malamoussis über die Geschichte der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in München und Oberbayern und über seine Einsetzung als Gemeindepfarrer von München 1982.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Thematisches Zeitzeugeninterview mit Apostolos Malamoussis, aufgenommen am 23.05.2017 in München, über seine Jugend in Griechenland, seine Ausbildung zum orthodoxen Geistlichen in Athen, die Emigration nach Deutschland, seine Tätigkeit als Pfarrer in Ludwigshafen und München, den Umgang mit den Gemeindemitgliedern, das Verhältnis zu anderen Religionsgemeinschaften, die Kirche St. Salvator in München, die Repräsentation der griechisch-orthodoxen Kirche in der Münchner Öffentlichkeit, die Chancen und Perspektiven für Migranten in Bayern, die Stellung der Frau in der griechisch-orthodoxen Kirche sowie über sein persönliches Bild von Bayern.
Apostolos Malamoussis wurde am 27.06.1947 in Mouressi/Volos in Griechenland geboren. Nach dem Abitur im Kloster der Hl. Anastasia in Chalkidiki studierte er Theologie an der National- und Kapodistrias-Universität in Athen. 1972 kam er nach Deutschland und empfing die Priesterweihe in Eitorf/Siegburg. Seit 1973 war Apostolos Malamoussis Gemeindepfarrer in Ludwigshafen, ab 1976 auch in Mannheim und Heidelberg und schließlich ab 1982 in München und Oberbayern. Seit 1979 ist er Religionslehrer an Gymnasien und seit 1991 an der Europäischen Schule München. 1982 übernahm der das Amt des Bischöflichen Vikars der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland in Bayern. Apostolos Malamoussis ist verheiratet und hat vier Töchter.
Inhalte
Geboren 1947 – Jugend in Griechenland –Studium der orthodoxen Theologie in Athen – Emigration nach Deutschland 1972 – Einsetzung als Gemeindepfarrer in Ludwigshafen am Rhein – Versetzung nach München 1982 – Anzahl orthodoxer Griechen und Kirchengemeinden in München – Alltag in einer orthodoxen Gemeinde – Anliegen und Sorgen der Gemeindemitglieder – Herausforderung der Vereinbarkeit zweier Kulturen – Verhältnis zwischen der weltlichen und geistlichen Gemeinde emigrierter Griechen – Ablauf eines Gottesdienstes – Ähnlichkeiten zu katholischen und evangelischen Gottesdiensten – Verhältnis zu anderen Religionsgemeinschaften – Partizipation an gesellschaftlichen Initiativen – Hausbesuche im Kontext seelsorgerischer Aufgaben – Struktur der Metropolie in Deutschland – Persönliches Verhältnis zu Kardinal Friedrich Wetter – Bezuschussung orthodoxer Projekte von Seiten der katholischen Kirche – Alter der Kirche St. Salvator – Besetzung der Salvatorkirche durch eine kleine Gruppe von Griechen – Sanierung der Salvatorkirche – Probleme der griechischen „Gastarbeiter“ – Schwierigkeiten bei der Glaubensvermittlung in der heutigen Zeit – Stellung der Religion innerhalb der Familie – Funktion der Kirche als Begegnungsstätte – Identitätsstiftende Funktion der Kirche – Aufgaben der 2004 gegründeten Griechischen Akademie – Vertiefung der kulturellen Beziehung zwischen Bayern und Griechenland – Ziel der Integration statt Assimilation – Idee des 2010 geschaffenen "Wertbündnis Bayern" – Funktion des Kulturzentrums – Interreligiöse Begegnungsfelder in München – Veranstaltung von griechisch-bayerischen Kulturtagen – Reaktionen auf die traditionelle Kleidung orthodoxer Priester in der Öffentlichkeit – Bayern als Einwanderungsland – Verhältnis der griechisch-orthodoxen Kirche zu den politischen Parteien – Beistand und Nächstenliebe als Handlungsorientierung – Umgang mit Kirchenkritikern – Stellung der Frau in der griechisch-orthodoxen Kirche – Persönliches Bild von Bayern – Persönliche Meinung zur Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik Deutschland seit 2015.