Zeitzeugen berichten

Herbert Pöhnl Fotograf

Signatur
zz-1776.04
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
2017

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Herbert Pöhnl über seinen fotografischen Umgang mit dem Bayerischen Wald, die Behandlung von Gegensätzen sowie seinen Begriff von Heimat.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Herbert Pöhnl, geführt am 25.04.2017 in Viechtach, über seine Kindheit in Furth im Wald, seinen beruflichen Werdegang, die Anfänge seiner Leidenschaft für die Fotografie, seine intensive Beschäftigung mit dem Bayerischen Wald, die Einführung des Begriffs „HinterBayern“, die Probleme und Fortschritte innerhalb des bayerisch-tschechischen Grenzraums sowie über sein persönliches Bild von Bayern.

Biogramm

Herbert Pöhnl wurde am 08.12.1948 geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann und studierte Pädagogik und Betriebswirtschaftslehre. Anschließend war er Mitarbeiter im Verlag „lichtung“ in Viechtach. Seit 1972 ist Herbert Pöhnl als Fotograf tätig und beschäftigt sich künstlerisch mit seiner niederbayerischen Heimat. In Buchprojekten und Ausstellungen (z.B. „HinterBayern“) dokumentiert er die alltägliche Umwelt sowie Menschen aus allen sozialen Schichten. Herbert Pöhnl versteht sich dabei als neutraler Beobachter, der die Fotografie als Mittel der Bestandsaufnahme einsetzt. Dabei hinterfragt er Heimat-Klischees vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung.

Inhalte

Geboren 1948 – Kindheit in Furth im Wald – Häufige Aufenthalte im Wald – Ausbildung zum Bankkaufmann – Studium der Betriebswirtschaft, Soziologie und Politologie – Arbeit als Lehrer – Tätigkeit als Prokurist bei der Regentalbahn in Viechtach – Beginn der Beschäftigung mit der Fotografie während der Olympischen Spiele in München 1972 – Der Bayerische Wald und seine Idylle als erstes eigenständiges Fotografie-Projekt – Festhalten der durch den Menschen bedingten Veränderungen in der Umwelt – Verbindung von Humor und Fotografie – Einführung des Begriffs „HinterBayern“ – Gegensätzlichkeiten als Grundthematik – Spannung zwischen Klischee und Moderne – Fotografie und Mittel der Bestandsaufnahme – Versuch der Wertungsfreiheit – Entstehen eines Fotoprojekts über mehrere Jahre – Geografischer Rahmen der Projekte – Beschreibung der verwendeten Technik und Nachbearbeitungsverfahren – Thematik des Projekts „Wohin verschwinden die Grenzen?“ – Abkehr von der Verfallsthematik innerhalb des tschechischen Grenzraums – Vorgehen bei der Porträtierung von Menschen aus dem Raum entlang des Grenzkamms – Verbindung von Text- und Bildelementen – Führen von Vorgesprächen – Porträtierung von Menschen aus allen sozialen Bereichen – Verbindung verschiedener Ebenen der Projekte – Intentionen der Bücher „HinterBayern“ und „hinterbayer-inside“ – Stellenwert der Ästhetik bei der Errichtung von Nutzgebäuden – Dokumentation der Veränderung an Mensch und Umwelt – Problematik des Heimatbegriffs – Abstrahierende Wirkung von schwarz-weiß-Fotografien – Erklärung des Begriffs „HinterBayern“ – Veränderungen Bayerns innerhalb der letzten Jahrzehnte – Anregung zum selbstständigen Weiterdenken – Notwendigkeit einer höheren Dialogbereitschaft – Provokante Intention der Texte und Fotografien – Bedeutung des Heimatbegriffs – Besonderheiten des Donauraums und des Mühlenviertels – Problematik der Sprachbarriere innerhalb des bayerisch-tschechischen Grenzraums – Beschreibung der drei wichtigsten aktuellen Projekte – Bearbeitung der Projekte in unterschiedlichen medialen Bereichen – Strukturwandel in Niederbayern – Ökonomischer und kultureller Fortschritt – Schwierigkeit der Charakterisierung der regionalen Besonderheiten innerhalb der Bevölkerung – Zunehmendes Verschwinden des Dialekts – Stellenwert des Dialekts in München – Abnehmende Bedeutung der bayerischen Wirtshauskultur – Einfluss der modernen Kommunikationsmittel auf die menschliche Interaktion – Persönliches Bild von Bayern – Persönliche Meinung zur Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik Deutschland seit 2015.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1:30 h
Aufnahmedatum:
25.04.2017
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.