Zeitzeugen berichten

Gerlinde Kurmann Spinnerin

Signatur
zz-2040.03
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
2020

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Gerlinde Kurmann über die Reaktionen der Besucher des Freilandmuseums Bad Windsheim auf das Spinnen, das große Interesse von Seiten der Kinder, die Verwechslung von Spinnrad und Handspindel, das Romantische und Gemeinschaftliche am Spinnen sowie über das Spinnen als beruhigende Tätigkeit.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Gerlinde Kurmann, aufgenommen am 12.08.2020 in Bad Windsheim, über die Geschichte des Spinnens, den Aufbau und die Funktionsweise eines Spinnrads, die zur Herstellung von Wolle nötigen Arbeitsschritte, die dafür aufzubringende Zeit, das Spinnen als gemeinschaftliche Tätigkeit in der Vergangenheit, die Vorteile des Naturprodukts Wolle sowie über die Funktionen des Spinnens und Strickens in der Vergangenheit und heute.

Biogramm

Gerlinde Kurmann wurde 1952 im mittelfränkischen Schillingsfürst geboren. Sie besuchte die Grund- und Hauptschule in dem kleinen Ort Gastenfelden. Anschließend absolvierte sie eine Lehre als Großhandelskauffrau und war als kaufmännische Angestellte in einem Büro beschäftigt. Gerlinde Kurmann betrieb dabei Handarbeiten und Stricken als Hobby. Daraus entwickelte sich die Liebe zum Handwerk des Spinnens, das sie im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim öffentlich vorführt.

Inhalte

Geboren 1952 – Kurzer Lebenslauf – Geschichte des Spinnens – Vom Fell zur verarbeitbaren Wolle – Vorbereitung der Schafswolle für das Spinnen – Aufbau und Funktionsweise eines Spinnrads – Herausforderung beim Spinnen – Verschiedene Rohstoffe für das Spinnen – Herstellungsprozess eines verwertbaren Fadens – Spinnen als saisonunabhängige Tätigkeit heute – Wert und aufwendige Herstellung gestrickter Kleidung in der Vergangenheit – Spinnvorgang – Gleichmäßiges Treten als Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Spinnen – Spinnen als meditative Beschäftigung – Benötigter Zeitaufwand – Reaktionen der Besucher*innen des Freilandmuseums Bad Windsheim auf das Spinnen – Spinnen als romantische und gemeinschaftlich betriebene Tätigkeit – Beschreibung des ersten eigenen handgesponnenen und -gestrickten Produkts – Vorteile des Naturprodukts Wolle gegenüber synthetischen Stoffen – Arbeitsschritt des Verzwirnens als Grundlage für einen stabilen Faden – Verarbeitung der hergestellten Wolle – Bequeme Sitzhaltung beim Spinnen – Funktionsweise der Handspindel – Weiterentwicklung des Spinnrads und Effektivität der modernen Geräte – Spinnen als Übungssache – Gründe für das Aussterben des Spinnens – Großes Interesse der Kinder an der Entstehung eines Fadens – Wertschätzung nachhaltiger Naturprodukte – Schäferei als Teil eines Naturkreislaufs – Schafhaltung in der Vergangenheit – Bewertung und Bedeutung des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim – Spinnen als Frauendomäne – Ursprüngliche Funktion des Spinnens – Herstellung von wärmender Kleidung – Unterschiede zwischen maschinell hergestellter und handgefertigter Wolle – Höhere Wertschätzung für Handgemachtes – Präsentation eines handgefertigten Tuchs – Mehr Möglichkeiten zur Individualisierung bei selbstgemachten Produkten – Großer, von den Käufern oft nicht wahrgenommener Zeitaufwand bis zum fertig gestrickten Produkt – Neue Funktionen des Spinnens und Strickens heute – Kursangebote für das Spinnen heute.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1 h
Aufnahmedatum:
12.08.2020
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.