Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Konrad Rebholz über die Bedeutung des Goldenen Saals als „gute Stube Augsburgs“ und die Wertschätzung der Leistung der an der Rekonstruktion beteiligten Handwerksfirmen.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Thematisches Zeitzeugeninterview mit Konrad Rebholz, aufgenommen am 14.12.2015 in Augsburg, über die Geschichte des Goldenen Saals im Augsburger Rathaus, den Einsatz des Vereins zur historischen Wiederherstellung des Goldenen Saals im Augsburger Rathaus e.V., die Baugeschichte der Rekonstruktion seit 1975 und die Bedeutung des Goldenen Saals für die Augsburger Bevölkerung.
Konrad Rebholz wurde 1933 geboren und gründete 1961 die Firma Elektro Rebholz, die er als Geschäftsführer jahrzehntelang leitete. Ab 1984 war er Vorsitzender des "Vereins zur historischen Wiederherstellung des Goldenen Saals im Augsburger Rathaus e.V." Er hat mit dem Verein mittels Werbeaktionen ca. 1,6 Millionen Euro zur Finanzierung der Rekonstruktion des im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Goldenen Saals gesammelt, der 1996 feierlich wieder eröffnet wurde. Sein Ziel ist es, bis 2023 auch die angrenzenden Fürstenzimmer wiederherzustellen.
Inhalte
Geboren 1933 – Geschichte des Goldenen Saals im Augsburger Rathaus – Gesellschaftliche Bedeutung des Goldenen Saals vor 400 Jahren und heute – Zerstörung des Rathauses im Zweiten Weltkrieg – Diskurs über Gestaltung des „neuen“ Rathauses nach dem Zweiten Weltkrieg – Mitspracheberechtigte Organisationen und Behörden – Vergleiche mit Rekonstruktion der Residenz in München – 1975 Gründung des "Vereins zur historischen Wiederherstellung des Goldenen Saals im Augsburger Rathaus e.V." durch Alt-Oberbürgermeister Dr. Klaus Müller – Entwicklung der Mitgliederzahlen seit der Gründung des Vereins – Zielsetzung des Vereins – Internationales Kolloquium 1978 zur Überprüfung der Möglichkeit der historischen Wiederherstellung des Goldenen Saals – Einleitung von Bauabschnitten in den 1980er-Jahren – Bauabschnitt 1 von 1985-2000 – Amtshandlungen als Vereinsvorsitzender ab 1984 – Einflussnahme des Vereins auf Wiederherstellung des Goldenen Saals – Unterlagen/visuelle Vorlagen für die Rekonstruktion des Goldenen Saals – Leistung der Handwerker bei der Rekonstruktion – Beteiligung verschiedenster Handwerksberufe und Firmen (90 % aus Augsburg) – Koordination des Baufortschritts unter Absprache mit verschiedensten Organisationen – Organisation von Fördermitteln – 1996 feierliche Eröffnung des Goldenen Saals – Bauleiter Prof. Machatschek aus Österreich – Aufteilung der finanziellen Mittel – Finanziers – Aktionen des Vereins zur Gewinnung von Spendengeldern – Zielsetzung des Vereins bis 2023 (450. Geburtstag von Elias Holl) – Geteilte Bürgermeinungen über Bauvorhaben zur Rekonstruktion des Goldenen Saals in Augsburg – Goldener Saal als „gute Stube Augsburgs“ – 40-Jahrfeier ‚Rekonstruktion des Goldenen Saals‘ – Beteiligte Handwerksfirmen seit dem Start des Bauvorhabens – Betrachtung als Gesamtensemble – Anspruch des Vereins – Vereinsslogan: „Augsburg sehnt sich und der Welt den Goldenen Saal wieder“ – Touristenwirkung des rekonstruierten Goldenen Saals – Persönliches Urteil zum Goldenen Saal – Anekdote zur „Klugheit im Augsburger Rathaus“ (Prudentia im Kachelofen im Fürstenzimmer 1) – Meinungen zum Rekonstruktionsvorhaben seitens einzelner Oberbürgermeister seit Baubeginn – Größte Sponsoren – Veranstaltungen im Goldenen Saal – Bestreben des Vereinsvorsitzenden: Wahrnehmung des Goldenen Saals als Teil der Augsburger Identität – Sozialstruktur und Herkunft der Spender – Ehrenamtliche Vereinsarbeit – Zukünftiges Bauvorhaben: drittes Fürstenzimmer – Persönliches Bild von Augsburg und Bayern – Persönliche Meinung zum Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern.